7 giftige Zwiebeln
Vorsicht bei gesundheitsschädlichen Pflanzen
Inhaltsverzeichnis
Zeitlose, Tulpe, Narzisse und Hyazinthe: 7 giftige Zwiebelpflanzen im Garten. Giftstoffe und Risiken bei Verschlucken: ANSES, plantes-risque.info
Die Zeitlose
Die Zeitlose oder Colchicum autumnale ist eine Zwiebelpflanze, die den Herbst mit eleganten Blüten in Rosa, Mauve oder Weiß erhellt und das Ende des Sommers markiert. Die auch Herbstzeitlose, Herbstblühender Krokus, Herbst-Zeitlose oder Wilder Safran genannte Pflanze wird ebenfalls als „Hundetöter“ bezeichnet. Die Zeitlose ist bei Verzehr tödlich. Alle Sorten sind giftig, zudem ist die Pflanze auch für Tiere tödlich.

Zeitlosenblüte
Wirkstoffe, giftige Pflanzenteile und Auswirkungen
Alle Teile der Zeitlose sind giftig: Blätter, Blüten, Samen und Wurzeln. Sie bildet nämlich Colchicin, ein hochgiftiges Alkaloid mit unter anderem mutagenen Eigenschaften.
Bei Verzehr können als klinische Anzeichen oder Symptome schwere Verdauungsstörungen auftreten: sehr schmerzhafte Bauchschmerzen, Erbrechen sowie starker und anhaltender Durchfall, der zu schwerer Dehydrierung führen kann. Diese Dehydrierung verursacht einen starken Blutdruckabfall mit dem Risiko eines Herz-Kreislauf-Stillstands. Später können weitere schwere Störungen wie Leber- und Blutzellschäden auftreten. Der Tod kann bis zu 10 Tage nach dem Verzehr der Pflanze eintreten.
Lesen Sie auch
7 Giftpflanzen für den Garten: Das sollten Sie wissenDie Duft-Narzisse und die Narzisse
Die Narzissen oder Osterglocken (ein volkstümlicher Name für Pflanzen der Gattung Narcissus) sind bekannte Zwiebelpflanzen, die den Frühling je nach Art mit weißen, gelben oder orangefarbenen Blüten erhellen. Aus nächster Nähe kann ihr intensiver Geruch jedoch Kopfschmerzen verursachen. Da ihr Name zudem eine griechische Wurzel mit der Bedeutung „betäubt sein“ enthält, liegt der Verdacht auf narkotischen Eigenschaften der Gattung Narcissus nahe.

Osterglockenblüten
Wirkstoffe, giftige Pflanzenteile und Auswirkungen
Narzissen enthalten unter anderem Lycorin, ein giftiges Alkaloid, das bei Verschlucken Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall verursacht. In seltenen Fällen kann die Aufnahme tödliche neurologische Störungen auslösen.
Die Zwiebel ist sehr giftig, aber auch Blüten, Blätter und Stängel sind giftig. Meist entsteht die Vergiftung durch das Verwechseln von Narzissenzwiebeln mit Zwiebeln. Häufiger Kontakt mit Zwiebeln und Blüten kann Hautreizungen verursachen. Grüne Blätter dürfen nicht verzehrt, Stängel nicht ausgelutscht und das Wasser, in dem Schnittblumen oder Zwiebeln gelegen haben, nicht getrunken werden.
Auch Tiere sind durch die Giftigkeit von Narcissus gefährdet: Die tödliche Dosis für einen Hund soll bei 15 g Zwiebeln liegen.
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Das Schneeglöckchen
Schneeglöckchen oder Galanthus sind zarte, bezaubernde Zwiebelpflanzen, die im Winter zahlreiche weiße, grün gefleckte Blüten bilden. Sie können eine dünne Schneedecke durchbrechen – daher ihr deutscher Name.

Schneeglöckchenblüten
Wirkstoffe, giftige Pflanzenteile und Auswirkungen
Alle Pflanzenteile, besonders die Zwiebeln, enthalten giftige Alkaloide.
Nach dem Verzehr einer geringen Menge Blätter, Blüten oder Zwiebeln treten Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen auf. Hinzu kommen Bauchschmerzen, Durchfall und starker Speichelfluss. Der Verzehr einer größeren Menge Zwiebeln kann außerdem Kreislaufstörungen und Schläfrigkeit verursachen. Diese Pflanze ist auch für Tiere giftig.
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8 giftige StaudenDie Hyazinthe
Hyazinthen blühen früh und duften herrlich. Ihre Zwiebeln sind giftig: Verzehr kann starke Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen auslösen.
Die Tulpe
Tulpen gehören zur Gattung Tulipa mit rund hundert Arten, aus denen mehrere tausend Sorten hervorgegangen sind. Ob einfache, gefüllte, früh- oder spätblühende Blüten: Für jeden Geschmack ist etwas dabei, und im Garten sind sie unersetzlich. Ihre Schönheit kann jedoch gesundheitsschädliche Eigenschaften verbergen.

Tulpenblüten
Wirkstoffe, giftige Pflanzenteile und Auswirkungen
Die gesamte Pflanze – Zwiebel, Stängel, Blätter und Blüten – enthält giftige Stoffe, die als Tulipaline bezeichnet werden. Die Zwiebel weist jedoch die höchste Konzentration auf.
In kleinen Mengen verursachen diese Stoffe Bauchschmerzen. Bei höheren Mengen treten stärkere Beschwerden auf, etwa Schwindel, Erbrechen, Durchfall und heftige Bauchschmerzen. Viel seltener führt der Verzehr von Tulpen bei einer schweren Vergiftung zu Krämpfen, Koma und schließlich zum Tod.
Die Lilie
Lilien sind krautige Zwiebelpflanzen aus der Gattung Lilium. Im Sommer entwickeln sie prächtige, majestätische Blütenstiele in verschiedenen Farbtönen. Als Symbol für Raffinesse und Reinheit kann die Lilie bei Verzehr jedoch gesundheitsschädlich sein. Für Menschen gefährlich, ist sie für Katzen besonders oft tödlich.

Lilienblüten
Wirkstoffe, giftige Pflanzenteile und Auswirkungen
Lilien sind aufgrund eines Alkaloids, das in Zwiebeln und Stängeln vorkommt, sehr giftig: Lycorin. Vergiftungssymptome sind Bauchschmerzen, übermäßiger Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Katzen sind am häufigsten betroffen, da diese Pflanze sie besonders anzieht und sie dazu neigen, an den Blättern oder dem Stängel zu knabbern, doch auch für Hunde ist die Lilie gefährlich. Die gesamte Pflanze ist giftig, und bereits der Verzehr eines einzigen Blattes kann für eine Katze tödlich sein.
Die Gladiole
Ob es sich um hybride Gladiolen mit ihren großen, farbenprächtigen Blütenähren oder ihre botanischen Verwandten Gladiolus callianthus und Byzantinische Gladiole handelt, die kleiner und natürlicher wirken, es sind elegante, majestätische Zwiebelpflanzen, an denen sich Gartenliebhaber erfreuen. Dieser Genuss sollte jedoch auf den Anblick beschränkt bleiben, denn Gladiolen zählen zu den Giftpflanzen. Sie dürfen keinesfalls verzehrt und sollten nur mit Vorsicht angefasst werden.

Gladiolenblüten
Wirkstoffe, giftige Pflanzenteile und Auswirkungen
Auch wenn die Giftigkeit der Gladiole eher gering ist, ist sie dennoch real. Bei Verzehr verursacht sie Erbrechen und Durchfall.
Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann bei manchen Menschen, insbesondere bei Kindern, Hautreizungen und Nesselsucht auslösen. Daher sollten Sie Gladiolen möglichst mit Handschuhen anfassen.
Vergiftungen vorbeugen
So beugen Sie einer Vergiftung durch diese Zwiebelpflanzen vor:
- Die genannten Pflanzen keinesfalls verzehren.
- Sie vor allem bewundern und nur bei Bedarf berühren (etwa zum Reinigen oder Jäten). Tragen Sie beim Gärtnern zwischen diesen Zwiebelpflanzen unbedingt Handschuhe und waschen Sie sich bei Kontakt die Hände oder andere betroffene Körperstellen. Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
- Wenn Sie einige dieser Giftpflanzen im Garten kultivieren, setzen Sie sie außer Reichweite von Kindern und Haustieren.
- Weisen Sie Kinder und alle unkundigen Personen auf die mögliche Giftigkeit der Pflanzen hin.
Was tun bei Vergiftung oder Kontakt?
- Bei schweren Beschwerden oder akuter Lebensgefahr rufen Sie die 15 oder 112 an
- In allen anderen Fällen, auch ohne Symptome oder bei Auftreten einer ungewöhnlichen Hautreaktion, holen Sie den Rat eines Giftinformationszentrums oder eines Arztes ein
- Wenn ein Kind oder Erwachsener vermeintlich giftige Blätter oder Beeren oder andere Zierpflanzen in den Mund genommen hat: Reinigen Sie den Mund mit einem feuchten Tuch, geben Sie nichts zu trinken und rufen Sie ein Giftinformationszentrum an
- Bei Aufnahme durch ein Tier wenden Sie sich an ein tierärztliches Giftinformationszentrum
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