Erfolgreicher Möhrenanbau
Aussaat, Pflege, Ernte
Inhaltsverzeichnis
Die Wahl der Sorte
Die langen Möhren wie ‘de Carentan’ eignen sich eher für tiefgründige Böden sowie für die Herbst- und Winterernte. Die halblangen Sorten wie ‘Touchon’ bilden keinen Strunk und können bereits ab Juni geerntet werden. Auf schweren, verdichteten Böden sollten Sie vorzugsweise auf sogenannte halbkurze Sorten wie ‘de Chantenay’ oder Glockenmöhren wie ‘Marché de Paris’ setzen.
Wo säen: Standort und Boden
Die Möhre bevorzugt tiefe, nährstoffreiche und lockere Böden sowie einen sonnigen Standort.
Die Möhre lässt sich mit Lauch-Porree, Kopfsalat und Rettich kombinieren, ihrem bevorzugten Aussaatpartner. Vermeiden Sie es, sie neben Dill und Pastinake zu pflanzen.
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Eine Aussaat, die Aufmerksamkeit erfordert
Die Aussaat der Möhre erfolgt direkt an Ort und Stelle von März bis Juli in gut vorbereitetem Boden (Unkraut entfernt, gelockert und geharkt). Unter Abdeckung ist die Aussaat bereits ab Februar und bis November möglich.
Wenn die Aussaat von Möhren manchmal gefürchtet wird, liegt das daran, dass:
– die Samen sehr fein sind: Zu großzügige Aussaaten führen zu mühsamem Vereinzeln,
– das Auflaufen langsam erfolgt, wodurch das Unkrautjäten etwas kompliziert wird.
Um diese Schwierigkeiten zu umgehen:
– Säen Sie Möhren und Radieschen gleichzeitig aus: Da Radieschen schnell wachsen, markieren sie die Reihe und lassen nach der Ernte den Möhren Platz.
– Verwenden Sie pilliertes Saatgut oder Saatbänder: Letztere sind kinderleicht anzuwenden, da die in biologisch abbaubarem Papier eingeschlossenen Samen bereits im richtigen Abstand angeordnet sind. Es genügt, das Band einzugraben und zu gießen.
Die Kultur
Nach dem Auflaufen und Vereinzeln benötigen Möhren keine besondere Pflege, abgesehen von regelmäßigem Hacken und Jäten. Um dies zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, den Boden zu mulchen. So müssen Sie weniger jäten, während der Boden seine Feuchtigkeit bewahrt.
Die Bewässerung kann in größeren Abständen erfolgen, sollte aber reichlich ausfallen, damit die Wurzeln nicht zu tief wachsen.
Die Möhrenkultur vor der Möhrenfliege schützen
Der wichtigste Schädling ist die Möhrenfliege, Psila rosae. Dieser Parasit gräbt im Larvenstadium Gänge in die Wurzeln. Er ist von April bis Anfang November in den Gärten anzutreffen.
Von allen vorbeugenden Maßnahmen ist das Anbringen eines Insektenschutznetzes am wirksamsten. Wenn Sie jedoch glauben, dass Sie nicht in einer gefährdeten Region leben, kann es durch folgende Maßnahmen ergänzt oder ersetzt werden:
– die Mischkultur mit Lauch-Porree,
– das Ausbringen einer Mulchschicht aus Pflanzenabfällen abschreckender Pflanzen (Lavendel, Balsamkraut),
– die Verwendung einer resistenten Sorte wie ‘Resistofly F1’ oder ‚Fly away F1‚
Die Ernte
Die Ernte erfolgt, 12 bis 16 Wochen nach der Aussaat, je nach Sorte und Temperaturen. Sie wird mit einer Grabegabel durchgeführt, wobei darauf zu achten ist, die Wurzeln nicht zu beschädigen, da dies ihre Lagerfähigkeit beeinträchtigen würde. Möhren können unter der Erde überwintern, sofern sie durch eine dicke Schicht Laub vor Frost geschützt werden.
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