Kälte liebende Aussaaten
Vorteile der Herbstaussaat für Einjährige und Stauden
Inhaltsverzeichnis
Blumen im Herbst säen? Kälte liebende Einjährige und Stauden profitieren oft von einer Aussaat im Spätsommer oder Herbst.
Vorteile der Aussaat im Spätsommer und Frühherbst
Wenn Sie bestimmte Wintergemüse im Herbst säen, gibt es auch einige Blütenpflanzen, die für die Keimung eine Kälteperiode benötigen. Selbst ein erster Frost kann die Keimung beschleunigen, wie etwa beim Enzian. Nach der Keimung widerstehen diese Samen zudem den winterlichen Frösten.
Die Aussaat im Herbst ermöglicht in geeigneten Regionen (siehe nächster Punkt) eine üppigere Blüte. Im Herbst gesäte einjährige Pflanzen und Stauden entwickeln außerdem oft eine höhere Widerstandskraft gegen Krankheiten und Schädlinge. Sie sind von Anfang an härteren Bedingungen ausgesetzt, was sie robuster macht.
Eine Aussaat im Herbst sorgt zudem für eine frühe Blüte im Frühjahr – früher als eine Aussaat im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, da die Pflanzen einen Vorsprung haben.
Die klimatischen Bedingungen im Herbst, mit Feuchtigkeit und weiterhin milden Temperaturen, ermöglichen es den Samen schließlich, oft schneller und stressfreier zu keimen. Außerdem ist die Konkurrenz durch Unkräuter geringer.
Eine Aussaat unter geschützten Bedingungen (Gewächshaus, Wintergarten, Frühbeet) beschleunigt die Blüte zusätzlich, sodass Sie sich bereits ab dem späten Frühjahr daran erfreuen können.

Der Garten schmückt sich mit Farben und Herbstblüten: der Startschuss für die gezielte Aussaat ausgewählter einjähriger Pflanzen und Stauden!
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Welche Pflanzen im Herbst säen?
Vor allem einjährige, zweijährige und mehrjährige Pflanzen lassen sich durch eine Herbstaussaat leichter erfolgreich ziehen. Wir säen einjährige, zweijährige oder mehrjährige Pflanzen aus, die sich leicht selbst aussäen, und folgen dabei ihrem natürlichen Entwicklungszyklus – ganz ohne Hilfe des Gärtners.
Einjährige Pflanzen
Sie keimen relativ schnell, innerhalb von zwei bis drei Wochen, und neigen dazu, sich selbst auszusäen:
- die Große Kapuzinerkresse, die einzige, die wir in Horsten säen, da sie große Samen hat.
- das Schmuckkörbchen: den ganzen Sommer über blühend, mit natürlicher Ausstrahlung und für fast jeden Garten geeignet!
- der Goldmohn: sonnig und orangefarben, mit schönem graugrünem Laub. Auch er keimt am besten bei kühlen Temperaturen, sollte jedoch sandigen, sehr gut drainierten Böden vorbehalten bleiben.
- die Gartenwicke: Aussaat ab September oder im Spätsommer unter unbeheiztem Schutz. Sie blüht im Mai, manchmal sogar schon im April. Die aus der Aussaat entstandenen Keimlinge werden ab Oktober direkt ins Freiland gepflanzt. Diese Methode wird wie bei den anderen hier vorgestellten einjährigen Pflanzen für Regionen mit milden Wintern empfohlen, etwa die Atlantikküste und den Süden des Landes.
- das Silberblatt (Lunaria annua): unverwechselbar durch seine ungewöhnlichen Früchte. Lesen Sie unsere Anleitung zur Aussaat von Silberblatt.
- die Garten-Ringelblume (Calendula officinalis) und die Sammetblume: Sie sind bestens bekannt und gehören in warmen Regionen zu den Pflanzen, die sich natürlich aussäen – ideal für die Herbstaussaat.
- die Braut: wie alle unsere Beispiele einjähriger Pflanzen direkt ins Freiland säen, bei der Braut breitwürfig.
- die Kornblume (Centaurea): perfekt für naturnahe Gärten; Aussaaten im September entwickeln sich deutlich kräftiger.
- die Bechermalve (Lavatera trimestris): für Cottage-Gärten. Obwohl meist für die Frühjahrsaussaat empfohlen, ist eine Septemberaussaat in Regionen mit mildem Klima möglich.
- das einjährige Gipskraut.
Mehrjährige Pflanzen
Für die Samenernte im Spätsommer oder Anfang September eignen sich robuste, winterharte Stauden, die bereits abgeblüht sind:
- der Frauenmantel: mit säuerlich gelben Blüten und elegantem, samtig gewelltem Laub.
- die Malve
- die Akelei: eine der am einfachsten im Herbst zu vermehrenden Stauden. Die wilde Art (Aquilegia vulgaris und ihre Sorten) ist vorzuziehen.
- der Enzian mit seinem intensiven Blau, das in blauen Gärten besonders begehrt ist!
- die Kornblumenaster: meist eine bezaubernde, malvenfarbene Staude, die ihrer Verwandten, der Kornblume, ähnelt.
- der Mannstreu (Eryngium sp.): in sehr lockere Erde säen
- die Malven, insbesondere die Moschus-Malve.
- die Wiesenraute: mit ihrer punktierten Blüte äußerst anmutig und ebenfalls im September relativ einfach zu ziehen.
- mehrjährige und orientalische Mohnarten, die in gut vorbereitetem, drainierendem Boden ausgesät werden können.
- das Lungenkraut: ein hübscher Bodendecker mit blau bis rosa Blüten und geflecktem Laub, der an einen halbschattigen Standort gepflanzt wird.
- Auch die Höckerblume und der Bartfaden können ab dem Ende ihrer Blüte versucht werden, insbesondere in südlichen Regionen, da sie bis spät in der Saison blühen.

Silberblatt, Goldmohn, Braut und unten Frauenmantel, Akelei und Wiesenraute
Auch Sträucher wie der Mönchspfeffer können in Regionen mit mildem Klima versucht werden.
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Samen gewinnen, ernten und richtig aufbewahrenHerbstaussaat im Frühbeet und weitere Tipps
Die Herbstaussaat braucht manchmal einen kleinen Wachstumsschub. Pflanzen wie Mohn, die Umpflanzen und Pikieren schlecht vertragen, säen Sie besser direkt aus. Bei anderen gelingt die Aussaat im Frühbeet, einem Mini-Gewächshaus direkt auf dem Boden. Wie bei der Frühjahrsaussaat sollten Sie die Keimlinge nach dem Auflaufen ausdünnen: Entweder pflanzen Sie sie um, sobald sie handlich sind, oder setzen sie in Töpfe, die unter dem Frühbeet bleiben.
Schutzglocken sind in dieser Jahreszeit nützlich, um frisch ausgesäte Samen zu schützen. Wie im Frühjahr halten sie tagsüber die Wärme und verhindern nachts zu viel Feuchtigkeit.
Eine wichtige Regel für erfolgreiche Herbstaussaat: Die Erde darf keine Kruste bilden, da diese das Keimen der Samen behindert. Gießen Sie leicht, lassen Sie die Erde bei warmem, trockenem Spätherbst aber nie völlig austrocknen.
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