Krankheiten und Parasiten der Akebie
Erkennung, Vorbeugung und natürliche Behandlung
Inhaltsverzeichnis
Akebie, auch Schokoladenwein genannt: Krankheiten, Parasiten und natürliche Hilfe für gesunde Kletterpflanzen.
Häufige Krankheiten der Akebie
Wurzelfäule
Wurzelfäule gehört zu den häufigsten Krankheiten bei der Akebie. Sie wird meist durch zu viel Feuchtigkeit im Boden verursacht, was die Vermehrung von pathogenen Pilzen begünstigt. Diese Pilze befallen die Wurzeln und machen sie unfähig, Wasser und wichtige Nährstoffe aufzunehmen.
Symptome
Zu den Symptomen der Wurzelfäule gehören eine Gelbfärbung der Blätter, welkende Triebe und verlangsamtes Wachstum. Die Blätter können außerdem vorzeitig abfallen.
Vorbeugung
Um Wurzelfäule zu vermeiden, achten Sie darauf, Ihre Akebie nicht zu stark zu gießen und für eine gute Drainage des Bodens zu sorgen. Ein gut durchlässiger Boden lässt Wasser richtig abfließen und verringert so das Fäulnisrisiko. Zusätzlich können Sie Kompost einarbeiten, um die Drainage zu verbessern.
Behandlung
Leider ist die Pflanze nur schwer zu retten, sobald die Wurzeln stark geschädigt sind. Daher ist es besonders wichtig, dieser Krankheit vorzubeugen, indem Sie für einen gut durchlässigen Boden sorgen und Staunässe vermeiden.
Mehltau
Mehltau ist ein Pilz, der die Akebie befallen kann und einen weißen, pudrigen Belag auf den Blättern bildet. Dieser Pilz entwickelt sich besonders unter feuchten und warmen Bedingungen. Er ernährt sich vom Pflanzensaft und schwächt dadurch die Fähigkeit der Pflanze zur Photosynthese.
Symptome
Es bildet sich ein weißer, pudriger Belag auf den Blättern, der sich auf Triebe und Blüten ausbreiten kann. Die Blätter können sich außerdem verformen und gelb werden.
Behandlung
Sprühen Sie eine Lösung aus Natron (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser), Brennnesseljauche oder eine Schachtelhalmbrühe. Wiederholen Sie die Behandlung alle 7 bis 10 Tage, bis die Symptome verschwunden sind. Sie können außerdem die Luftzirkulation um die Pflanze verbessern, indem Sie die Pflanzabstände vergrößern und zu starkes Gießen vermeiden.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: „Mehltau oder Weißfleckenkrankheit“.

Mehltau zeigt sich durch einen weißen Belag auf dem Laub, hier auf Eichenblättern (Foto: Gilles San Martin)
Rost
Rost ist eine Pilzkrankheit, die die Blätter der Akebie befällt. Sie entwickelt sich besonders unter feuchten und warmen Bedingungen.
Symptome
Zu den Symptomen von Rost gehört das Auftreten roter, orangefarbener oder brauner Flecken auf den Blättern, die sich zu Pusteln entwickeln können. Die Blätter können dadurch gelb werden und vorzeitig abfallen.
Vorbeugung
Um Rost vorzubeugen, sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation um Ihre Akebie und vermeiden Sie zu starkes Gießen.
Behandlung
Entfernen Sie befallene Blätter, sobald sie auftreten, und behandeln Sie die Pflanze mit einer Lösung aus Bordeauxbrühe oder einer Schachtelhalmbrühe.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: „Rost: Erkennen, behandeln und vorbeugen“.

Rost ist an orangefarbenen Flecken auf dem Laub zu erkennen
Blattflecken
Diese Pilzkrankheit kann die Akebie befallen, besonders in feuchten Zeiten. Sie verursacht bräunliche Flecken auf den Blättern und kann die Pflanze schwächen, wenn sie nicht behandelt wird. Betroffen sind vor allem Pflanzen, die unter zu viel Feuchtigkeit und mangelnder Luftzirkulation leiden.
Symptome
Auf den Blättern zeigen sich bräunliche Flecken, die sich ausbreiten und Verformungen oder Blattfall verursachen können.
Behandlung
Entfernen Sie befallene Pflanzenteile und wenden Sie vorbeugend und zur Behandlung eine Schachtelhalmbrühe oder eine Knoblauchbrühe an. Achten Sie auf eine gute Luftzirkulation und vermeiden Sie, das Laub zu bewässern.
Lesen Sie auch
Akebie im Topf kultivieren?Häufige Schädlinge der Akebie
Blattläuse
Blattläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen der Akebie. Diese kleinen Insekten saugen Pflanzensaft, wodurch die Pflanze geschwächt werden kann. Außerdem können sie Viren und andere Krankheiten übertragen.
Symptome
Ein Blattlausbefall zeigt sich durch gelb werdende Blätter, verformte Stängel und eine klebrige Substanz (Honigtau) auf den Blättern. Außerdem können Sie Blattlauskolonien auf Blättern und Stängeln entdecken.
Behandlung
Sprühen Sie eine verdünnte Lösung aus Schwarzseife auf oder entfernen Sie die Blattläuse mit einem kräftigen Wasserstrahl. Begleitpflanzen wie die Große Kapuzinerkresse können ebenfalls als natürliches Abwehrmittel dienen. Sie können auch natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer und Florfliegen einsetzen, die sich von Blattläusen ernähren.

Eine Kolonie schwarzer Blattläuse
Schildläuse
Schildläuse stellen keine große Gefahr für die Akebie dar. Unter Stressbedingungen, etwa bei zu hoher Feuchtigkeit oder schlechter Luftzirkulation, kann es jedoch gelegentlich zu einem Befall kommen. Dieser bleibt selten und ist für die Akebie meist unproblematisch. Schildläuse sind parasitische Insekten, die sich an Pflanzen festsetzen, um ihren Pflanzensaft zu saugen. Erkennbar sind sie an ihrem wachsartigen Schild, das je nach Art braun, weiß oder wollig sein kann.
Symptome
Auf Blättern und Stängeln erscheinen braune, wachsartige Flecken. Schildläuse scheiden eine klebrige Substanz, den Honigtau, aus. Dieser fördert die Bildung von Rußtau, einem schwärzlichen Pilz, der die Pflanze schwächt.
Behandlung
Besprühen Sie die befallenen Pflanzenteile vorsichtig mit einer Lösung aus Schwarzseife oder 70-prozentigem Alkohol. Auch Neemöl kann zur biologischen Behandlung eingesetzt werden. Achten Sie dabei auf eine gleichmäßige Anwendung.

Napfschildläuse
Nacktschnecken und Schnecken
Diese Schädlinge können vor allem im Frühjahr junge Triebe und zarte Blätter der Akebie befallen. Sie sind nachts und bei feuchten Bedingungen besonders aktiv.
Symptome
Es entstehen unregelmäßige Löcher in den Blättern sowie Schleimspuren auf Blättern und Boden. Junge Triebe können vollständig abgefressen werden.
Vorbeugung
Legen Sie eine Barriere aus Asche, zerdrückten Eierschalen oder Kaffeesatz rund um den Pflanzenfuß an, um die Tiere fernzuhalten. Bierfallen können ebenfalls wirksam sein, um sie von der Pflanze wegzulocken.
Entdecken Sie unsere Lösungen gegen Schnecken

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