Obstbäume: beliebte selbstfruchtbare Sorten

Obstbäume: beliebte selbstfruchtbare Sorten

Selbstfruchtende Obstbäume

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Dezember 2025  durch Olivier 6 min.

Selbstfruchtbare Obstbäume tragen allein Früchte. Entdecken Sie die besten Sorten und erfahren Sie, welche Obstbäume einen Befruchter brauchen.

Schwierigkeit

Kultur-Äpfel

Kultur-Apfel ‚Goldparmäne‘

Die Goldparmäne ist eine alte Sorte. Es handelt sich um einen früh reifenden Apfelbaum, dessen Früchte Anfang September geerntet werden. Er ist sehr winterhart und zudem wenig anfällig für Schorf. Die Sorte ist sehr ertragreich. Der Apfel ‚Goldparmäne‘ ist gelb und rot gestreift, manchmal fast vollständig rot. Er ist mittelgroß und erreicht einen Durchmesser von etwa 7 cm. Dieser Apfel eignet sich ideal zum Backen, wird aber auch roh geschätzt. Er ist süß, säuerlich und sehr aromatisch. Aufgrund seiner langen Blüte ist der Apfelbaum ‚Goldparmäne‘ ein sehr guter Befruchter. Er ist selbst teilweise selbstfruchtbar, dennoch empfiehlt es sich, weitere Apfelbäume in der Nähe zu pflanzen, etwa ‚Golden Delicious‘ oder ‚Cox Orange Pippin‘.

Kultur-Apfel ‚Graue Kanadarenette‘

Die Graue Kanadarenette ist eine alte Sorte, die auch unter dem Namen ‚Golden Russet‘ bekannt ist. Dieser Apfel hat eine leicht abgeflachte, unregelmäßige Form und eine Färbung zwischen Gelb und Bronze- oder Zimtfarben sowie eine raue Schale. Das Fruchtfleisch ist angenehm aromatisch und weist ein gutes Gleichgewicht zwischen Süße und Säure auf. Die Äpfel eignen sich auch für Kompott, zum Backen oder zum Rohverzehr. Die selbstfruchtbare Sorte eignet sich für die meisten Regionen.

Zwergapfelbaum ‚Fruit Me® Apple Me Yellow Golden‘

Der Apfelbaum ‚Fruit Me® Apple Me Yellow Golden‘ ist wegen seines geringen Wuchses interessant und bestens für die Kultur im Kübel geeignet. Die Äpfel ähneln denen von ‚Golden Delicious‘. Die Früchte tragen bei Reife eine goldgelbe Schale, unter der sich hellgelbes Fruchtfleisch verbirgt, das saftig, knackig und süß ist. Die Äpfel werden ab September, am Ende des Sommers, geerntet.

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Apfel ‚Graue Kanadarenette‘ und Zwergapfelbaum ‚Fruit Me® Apple Me Yellow Golden‘

Birnbäume

Birnbaum ‚Comtesse de Paris‘

Der Birnbaum ‚Comtesse de Paris‘ ist dank seiner guten Befruchtereigenschaften, seiner geringen Wuchshöhe (4 m), seines guten Ertrags und seiner Selbstfruchtbarkeit ideal für den Start einer Obstplantage. Dieser Birnbaum kann tatsächlich allein in Ihrem Obstgarten stehen. Die duftenden weißen Blüten öffnen sich im April und machen Ende Oktober schönen „runden“ Früchten (7 cm Durchmesser) Platz. Diese Früchte sind charakteristisch: eine dicke, grüne, braun gefleckte Schale, die ein körniges, schmelzendes Fruchtfleisch mit würzigem Geschmack verbirgt.

Der Zwergbirnbaum ‚Garden Pearl‘

Der Zwergbirnbaum ‚Garden Pearl‘ eignet sich perfekt für die Kultur im Topf auf einer Terrasse, einem Balkon oder in einem kleinen Garten. Er trägt zahlreiche Früchte in derselben Größe wie ein gewöhnlicher Birnbaum. Seine Birnen sind grün und haben wenig aromatisches Fruchtfleisch, das jedoch schmelzend und süß ist. Die Ernte erfolgt zwischen Ende September und Oktober. Diese Sorte ist vollständig selbstfruchtbar.

Die Nashi-Birne ‚Shinseiki‘

Die Nashi-Birne ist eine nahe Verwandte des Birnbaums und wird auch „Japanische Birne“ oder „Apfelbirne“ genannt. Diese Obstbäume sind sehr winterhart (-15 bis -20 °C), kräftig wachsend und ertragreich. Die Früchte der Nashi-Birne sind hübsch rund, leicht abgeflacht, dickschalig und glatt sowie gelbgrün. Die Sorte ‚Shinseiki‘ ist selbstfruchtbar, kräftig wachsend und ertragreich. Sie trägt zahlreiche Früchte mit weißem, knackigem und saftigem Fruchtfleisch.

selbstfruchtbare Obstbaumsorten

Birnbaum ‚Comtesse de Paris‘ links. Oben Zwergbirnbaum ‚Garden Pearl‘, unten Nashi-Birne ‚Shinseiki‘

Pflaumenbäume

Pflaume ‚Reine-Claude d’Oullins‘

Eine wüchsige Sorte mit reichem, halbfrühem Ertrag, der sich von Ende Juli bis August erstreckt. Sie trägt runde, 4 cm große, kanariengelbe Pflaumen, die bei Reife rosa getönt sind. Das Fruchtfleisch ist mittelfein, mittelfest, saftig, süß und aromatisch. Die Pflaume ‘Reine Claude d’Oullins’ ist der beste Befruchter für andere goldene Reine-Claude-Sorten. Dank ihrer guten Resistenz gegen Monilia fallen die Früchte bei Reife nicht ab – ein Vorteil, der den Anbau an windigen Standorten ermöglicht.

Pflaume ‚Mirabelle de Nancy‘

Dieser Pflaumenbaum ist sowohl frost- als auch krankheitsfest: Er zählt zu den beliebtesten Sorten in Regionen mit strengen Wintern. Auch kalkhaltige Erde verträgt er, im Gegensatz zu anderen Pflaumenbäumen, die leicht sauren Boden bevorzugen. Er ist selbstfruchtbar und benötigt keinen weiteren Pflaumenbaum zur Befruchtung. Zwar ist er selbstfruchtbar, doch lässt sich der Fruchtansatz durch die Kombination mit einer ‘Reine Claude’ verbessern. Die halbfrühe Ernte erfolgt im August und September. Sehr ertragreich liefert die ‘Mirabelle de Nancy’ kleine, orangegelbe Früchte mit 3–4 cm Durchmesser, deren Kern sich leicht löst. Die sehr süßen Mirabellen duften außergewöhnlich und schmecken nach Honig.

Pflaume ‚Quetsche d’Alsace‘

Dies ist eine alte, für das Elsass und Lothringen typische Pflaumensorte. Sie ist halbspät reifend und sehr ertragreich. Anfang September trägt ‘Quetsche d’Alsace’ längliche, violette Früchte. Diese Zwetschgen haben ein schmelzendes, wenig saftiges und leicht säuerliches Fruchtfleisch. Die Sorte ist selbstfruchtbar und benötigt keinen weiteren Pflaumenbaum als Befruchter, um den Fruchtansatz zu verbessern.

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Oben: Pflaume ‚Reine Claude d’Oullins‘, Pflaume ‚Mirabelle de Nancy‘ und Pflaume ‚Quetsche d’Alsace‘

Kirschbäume

Kirschbaum ‚Belle Magnifique‘

Der Kirschbaum ‘Belle Magnifique’ ist eine Kreuzung aus Süßkirschen vom Typ Bigarreau und Sauerkirschen. Er trägt sogenannte Knorpelkirschen: runde, scharlachrote und glänzende Kirschen mit einem milden, süßen und zugleich säuerlichen Geschmack. Diese Kirsche eignet sich als Tafelobst, aber auch für köstliche Desserts. Die Ernte beginnt ab Mitte Juli und reicht bis zum Monatsende. Dieser sehr winterharte Kirschbaum mit später Ernte übersteht auch strengste Winter, kann jedoch unter zu heißen Sommern leiden.

Kirschbaum ‚Cherry Boop‘

Der Kirschbaum ‘Cherry Boop ®’ trägt im Juli geschmacklich hervorragende Kirschen. Dieser Zwergkirschbaum wird nicht höher als 2 Meter. Er eignet sich daher perfekt für kleine Gärten und lässt sich problemlos im Topf auf der Terrasse kultivieren. Die selbstfruchtbare Sorte ‘Cherry Boop ®’ trägt zudem bereits nach ein bis zwei Jahren Früchte. Nach 4 bis 5 Jahren Kultur trägt dieser Kirschbaum durchschnittlich etwa 15 kg Kirschen pro Jahr.

selbstfruchtbare Obstsorten

Kirschbaum ‚Belle Magnifique‘ und Kirschbaum ‚Cherry Boop‘

Kiwipflanzen (Actinidia)

Normalerweise müssen Sie für die Fruchtbildung und Kiwis unbedingt eine männliche Kiwipflanze oder Actinidia sowie eine oder mehrere weibliche Pflanzen setzen. Männliche Pflanzen blühen deutlich stärker als weibliche und bestäuben diese. Eine männliche Pflanze kann etwa 5 bis 6 weibliche Pflanzen in einer Entfernung von 5–6 m bestäuben.

Inzwischen gibt es jedoch neue selbstfruchtbare Sorten, die an derselben Pflanze männliche und weibliche Blüten tragen: ‚Issaï‘, ‚Solissimo‘, ‚Jenny‘ oder ‚Solo‘. In diesem Fall genügt eine einzige Pflanze für die Fruchtbildung.

selbstfruchtbare Obstsorten

Kiwi ‚Issaï‘ und ‚Solo‘

Feigenbäume

Feigenbäume sind unter den Obstgehölzen ein Sonderfall. Die sexuelle Fortpflanzung des Feigenbaums ist komplex. Man unterscheidet Sorten, die zur Bestäubung die Nähe anderer Feigenbäume und die Mitwirkung eines Bestäuberinsekts benötigen (der Feigengallwespe, die nur im Süden Frankreichs vorkommt), und selbstfruchtbare Sorten, die ohne Befruchtung Früchte bilden. In den nördlichsten Regionen ist es unerlässlich, eine selbstfruchtbare Sorte zu wählen, die nicht von der Feigengallwespe bestäubt werden muss. Einmaltragende Sorten, die nur einmal jährlich Früchte tragen, eignen sich auch besser für Regionen mit härteren Wintern.

Sie können den Feigenbaum ‚Nazareth‘ wählen. Er ist selbstfruchtbar und einmaltragend, trägt etwa Ende August und liefert große Früchte mit grüner Schale und rosafarbenem Fruchtfleisch. Sie können sich auch für den Feigenbaum ‚Rouge de Bordeaux‘ oder ‚Pastilière‘ entscheiden, eine ebenfalls einmaltragende Sorte, die Anfang August Früchte trägt und eine gute Frosthärte besitzt.

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Feigenbaum ‚Rouge de Bordeaux‘

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