Pollenallergie: So schützen Sie sich

Pollenallergie: So schützen Sie sich

Allergieauslösende Pflanzen meiden: Symptome lindern

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 23. November 2025  durch Marion 7 min.

Frühling bedeutet Neubeginn, für Pollenallergiker aber Heuschnupfen. Welche Pflanzen Beschwerden auslösen und wie Sie Risiken mindern.

Winter, Frühling, Sommer Schwierigkeit

Pollenallergien verstehen

Die problematischen Pollen

Problematische Pollen, die saisonale Allergien auslösen, stammen von anemophilen Pflanzen und werden durch den Wind verbreitet. Nach der Blüte befinden sich große Pollenmengen in der Luft, damit sich die Pflanze fortpflanzen kann.

Anders als anemophile Pflanzen gehören insektenbestäubte Pflanzen, deren Pollen zur Fortpflanzung von Insekten transportiert werden, nicht zu den Allergieauslösern.

Es ist also diese Verbreitung über die Luft, die allergische Symptome hervorruft. Die Pollen gelangen in die Atemwege und alarmieren das Immunsystem.

Unter den anemophilen Pflanzen lösen manche Pollen Allergien aus (ihr allergenes Potenzial gilt dann als mäßig oder stark), während andere kaum oder keine Probleme verursachen (geringes oder vernachlässigbares allergenes Potenzial). Manche Pflanzen wie Kiefern produzieren große Pollenmengen, sind aber nur schwach allergen. Am gefährlichsten sind Pflanzen, die eine hohe Pollenkonzentration in der Luft mit pollenreichen Allergenen verbinden.

Risikoperioden

Die Zeiträume mit Pollenallergien hängen von der geografischen Lage und den Wetterbedingungen ab. Im Süden Frankreichs beginnen sie meist früher als im Norden. Saisonale Allergien treten mit der Rückkehr milder Temperaturen und den ersten Frühjahrsblüten auf. Von Jahr zu Jahr können sich auch die Bestäubungswellen um einige Tage bis mehrere Wochen verschieben.

Die Risikoperioden dauern mehrere Monate, vom Frühlingsbeginn im März oder April bis zum Sommerende im August oder September. Der Höhepunkt liegt meist zwischen April und Juni, variiert jedoch je nach betroffener Pflanzenart.

Bestimmte klimatische und Umweltbedingungen erhöhen das Allergierisiko zusätzlich, da sie die Verbreitung der Pollen fördern: ausbleibender Regen, Wärme und Wind etwa. Auch Luftverschmutzung kann die Beschwerden verstärken.

Allergische Symptome

Die Beschwerden einer saisonalen Allergie oder eines „Heuschnupfens“ unterscheiden sich natürlich von Person zu Person – je nach Pollenmenge in der Luft und den betroffenen Pflanzen. Die Reaktion auf Pollen tritt sofort ein, sobald die Allergene mit den Schleimhäuten der Atemwege in Kontakt kommen (es gibt keine Inkubationszeit).

Pollen reizen Schleimhäute und Atemwege und können allergischen Schnupfen bis hin zu Asthmaanfällen auslösen. Eine Pollenallergie lässt sich meist an folgenden, auch gemeinsam auftretenden Symptomen erkennen:

  • Kribbeln und laufende Nase
  • Bindehautentzündung
  • Jucken im Hals oder Mund
  • Husten
  • Niesen
  • Atembeschwerden
  • Ungewöhnliche Müdigkeit
  • Ekzem oder Nesselsucht

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Allergene Pflanzen meiden: die wichtigsten

Wir haben die häufigsten allergenen Pflanzen mit mittlerem oder hohem allergenem Potenzial aufgelistet, denen Sie in Deutschland begegnen können. Einige Pflanzengattungen umfassen mehrere Arten mit allergenem Pollen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website plantes-risque.info, die vom französischen Ministerium für Solidarität und Gesundheit ins Leben gerufen wurde und alle Arten aufführt, die durch ihren Pollen eine Atemwegsallergie auslösen können.

Krautige Pflanzen

Krautige Pflanzen wachsen oft spontan in der Natur und sind überall zu finden: in Gärten, an Straßenrändern, auf Wiesen, in Feuchtgebieten, im Wald, auf Brachland usw.

Zu den krautigen Pflanzen mit bekanntem Allergierisiko zählen:

  • Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris);
  • Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia);
  • Weißer Gänsefuß (Chenopodium album);
  • Ampfer (Rumex);
  • Aufrechtes Glaskraut (Parietaria officinalis);
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata);
  • Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense).
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Artemisia vulgaris, Ambrosia artemisiifolia, Rumex und Equisetum arvense

Auch Gräser (Poaceae) zählen zu den allergensten Pflanzen und sind weit verbreitet. Dazu gehören:

  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea);
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa);
  • Wiesen-Knäuelgras (Dactylis glomerata);
  • Dünengras (Leymus arenarius);
  • Wiesen-Schwingel (Festuca pratensis);
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense);
  • Glatthafer (Arrhenatherum elatius);
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus);
  • Hasenschwanzgras (Lagurus ovatus);
  • Ausdauernder Lolch (Lolium perenne);
  • Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse und Mais.
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Phalaris arundinacea, Leymus arenarius, Festuca pratensis, Arrhenatherum elatius und Lagurus ovatus

Bäume und Sträucher

Zahlreiche Bäume, Sträucher und Nadelgehölze in unserer Region bergen ein Allergierisiko:

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Allergene Blüten von Erle, Birke, Zypresse, Mimose der Gärtner und Hasel

Die Vielfalt unserer Landschaften zu fördern und den massenhaften Anbau allergieauslösender Arten in städtischen wie ländlichen Gebieten zu vermeiden, ist daher eine wichtige Aufgabe im Kampf gegen allergene Pollen.

Allergierisiko begrenzen?

Garten ohne Pollen

Logischerweise sollten Sie zum Schutz vor einer möglichen Pollenallergie zunächst keine Pflanzen mit hohem Allergiepotenzial im eigenen Garten anbauen.

Meiden Sie also die oben genannten Pflanzen und setzen Sie auf andere Kulturen: Die Pflanzenwelt bietet eine riesige Auswahl!

Wählen Sie zum Beispiel einen französischen Garten, einen Garten mit mineralischer Gestaltung oder einen Garten im japanischen Stil: Klar strukturiert, gepflegt und regelmäßig geschnitten, lassen sie keinen Platz für allergene „wilde Kräuter“. Als Rasenersatz eignen sich auch mehrjährige Bodendecker.

Bevorzugen Sie Blumenbeete (Rose, Storchschnabel, Stiefmütterchen …) und kleine Sträucher (Ginster, Kamelie, Flieder, Weißdorn …). Für Höhe sorgen Kletterpflanzen. Denken Sie an Passionsblume, Gewöhnlichen Efeu oder Blauregen.

In geeignetem Klima ist ein Trockengarten mit Kakteen und Sukkulenten pflegeleicht und schützt vor Allergien.

Rund um Teich oder Wasserbecken gedeihen aquatische Pflanzen wie Hornklee oder Seerose ohne Allergierisiko. Diese Pflanzen sind hydrogam: Ihr Pollen wird durch Wasser verbreitet.

Im Gemüsegarten können Sie problemlos Kräuter (Petersilie, Rosmarin, Dost, Minze …), aber auch Gemüse und Beerenobst anbauen (Salat, Tomate, Rote Bete, Melone, Bohne, Erdbeere …).

Für noch besseren Schutz können Sie einen hypoallergenen Garten anlegen, in dem alle Pflanzen ausgeschlossen werden, die über Pollen, Latex, Pflanzensaft oder Duft Allergien oder Reizungen auslösen können.

Pollenallergie Pflanzen

Lösungen zur Verringerung des Allergierisikos im Garten: Trockengarten mit Kakteen und Sukkulenten, Rasenalternativen für bewachsene Flächen (hier Lippia nodiflora) und Gemüsegarten

Informiert bleiben

Allergiephasen und Pollenflug frühzeitig zu erkennen, ist entscheidend. So können empfindliche Personen ihre Behandlung anpassen und die genannten Vorsichtsmaßnahmen umsetzen.

Zahlreiche Angebote halten Sie auf dem Laufenden. In Deutschland gibt es ein gutes Informationsnetz, das Allergiker in Echtzeit über aktuelle und bevorstehende Risiken informiert. Auch Ihr Arzt, Apotheker oder Allergologe kann Sie beraten.

Der Réseau National de Surveillance Aérobiologique (RNSA) ist ein Verband, der die biologische Partikelbelastung der Luft untersucht (Pollen, Schimmelsporen …), die Allergien auslösen kann. Sensoren an verschiedenen Standorten saugen Luft im Rhythmus der menschlichen Atmung an. Die Analyse bestimmt anschließend die Pollenarten und ihre Konzentration. Auf seiner Website, per Newsletter oder App informiert der RNSA Allergologen und Patienten in Echtzeit. Er meldet Spitzen im Pollenflug sowie Beginn und Ende der Risikoperioden.

Regionale Polleninformationsdienste erfassen ebenfalls allergene Pflanzen in Ihrer Region und nennen die Risikoperioden. Regelmäßige Luftmessungen liefern präzise lokale Informationen. Für Warnmeldungen besuchen Sie die Website Alerte pollens. In manchen Regionen können Sie auch als „Beobachter“ Teil dieses Austauschnetzes werden und eigene Beobachtungen und Kenntnisse einbringen.

Auch die Phänologie hilft Menschen mit Pollenallergie. Diese Wissenschaft beruht auf der Beobachtung natürlicher Anzeichen. Sie zeigt je nach Pflanze und Region genau, wann das Allergierisiko am höchsten ist. Weitere Informationen finden Sie im Artikel von Olivier: „Phänologische Zeiger: Was ist das?“.

Einige Vorsichtsmaßnahmen

Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen und gesunder Menschenverstand schützen vor Pollen und verringern das Allergierisiko.

Für besonders empfindliche Personen:

  • Vermeiden Sie bei windigem, sonnigem Wetter, tagsüber nach draußen zu gehen, zu gärtnern oder Sport zu treiben;
  • Tragen Sie im Freien eine Maske (während der Covid-Pandemie gingen Pollenallergien durch das häufigere Maskentragen zurück);
  • Lüften Sie früh oder spät am Tag, wenn die natürliche Luftfeuchtigkeit die Pollenverbreitung verringert;
  • Duschen Sie, spülen Sie Ihre Haare aus und wechseln Sie beim Heimkommen die Kleidung; bei Bedarf reinigen Sie auch die Nase mit einem geeigneten Spray;
  • Trocknen Sie Wäsche drinnen, damit sich kein Pollen darauf ablagert;
  • Suchen Sie bei Beschwerden einen Arzt auf, um eine Behandlung oder Hyposensibilisierung einzuleiten.

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Pollenallergien durch Pflanzen und Bäume