Raupen an Pflanzen loswerden
Raupen bekämpfen und vorbeugen im Garten
Inhaltsverzeichnis
Raupen an Pflanzen? Keine Panik: Natürliche Methoden gegen Kohlweißling, Lauchmotte, Prozessionsspinner und Buchsbaumzünsler – vorbeugen und bekämpfen.
Welche Raupen gibt es im Garten?
Raupen sind Schmetterlinge oder Falter im Larvenstadium. Es gibt zahlreiche Arten, vom Kohlweißling bis zur Kiefernprozessionsspinner-Raupe. Raupen können im Garten und sogar auf dem Balkon Schäden anrichten, da sie Gänge in Pflanzen bohren und sich von Pflanzen, Gemüse oder Früchten ernähren. Man erkennt sie an angefressenen oder eingerollten Blättern sowie an feinen Gespinsten oder Ausscheidungen, die manche Raupen hinterlassen.
Zu den Raupen, die in unseren Gärten vorkommen können, gehören:
- der Kohlweißling: Seine Raupe stammt von einem Schmetterling mit cremefarbenen Flügeln. Sie frisst Kohl sehr schnell kahl. Die Eier sind gelb. Sie kommt in ganz Frankreich vor und ist vor allem vom späten Frühjahr bis Oktober aktiv.
- die Lauchmotte oder Lauchwurm: Diese Raupe stammt von einem grauweißen Falter und bohrt Gänge mitten in den Lauch-Porree, sodass er ungenießbar wird. Sie tritt vom Frühjahr bis zum Ende des Sommers auf. Erste Anzeichen eines Befalls sind braune Flecken, anschließend vergilben die Blätter.
Weitere Informationen zur Lauchmotte finden Sie in unserem Ratgeber: „Krankheiten und Parasiten von Lauch-Porree“. - der Buchsbaumzünsler: Seine Raupe stammt vom Nachtfalter Cydalima perspectalis mit perlmuttweißen, braun gesäumten Flügeln. Die Raupe hat einen glänzend schwarzen Kopf und einen hellgrünen, dunkelgrün gestreiften Körper mit schwarzen Warzen und kleinen weißen Haaren. Ein Befall zeigt sich durch Seidenfäden, dunkelgrüne Ausscheidungen und Raupen, die sich meist im unteren und mittleren Bereich des Strauchs aufhalten.
- die Kiefernprozessionsspinner-Raupe: Sie stammt von einem Nachtfalter. Sie ist stark brennend und für Menschen und Tiere gefährlich. Ihre Färbung ist dunkel mit etwas Orange; vor allem besitzt sie Nesselhaare. Sie befällt Kiefern und bildet Gespinste in den Zweigen. Das ist ihr Nest. Von dort ziehen die Raupen in Prozessionen herab.
- die Raupe des Palmbohrers Paysandisia archon, der vor allem im Süden Frankreichs vorkommt. Diese Raupe kann eine Palme innerhalb weniger Jahre zum Absterben bringen.

Von links: Buchsbaumzünsler, Kohlweißling und Kiefernprozessionsspinner-Raupe
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Kiefernprozessionsspinner: Gefahren und BekämpfungRaupen im Garten bekämpfen?
Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten zur Bekämpfung von Raupen, je nach Raupenart anzupassen.
- Mechanische Bekämpfung: Bestimmen Sie zunächst, welche Raupen Ihre Pflanzen befallen. Wenn Sie wissen, um welche Raupenart es sich handelt, und die Raupen weder brennend noch gefährlich sind, ziehen Sie Handschuhe an und entfernen Sie die Raupen von Hand. Handelt es sich um Raupen, die nicht berührt werden dürfen, etwa die brennenden und für Menschen und Tiere gefährlichen Kiefernprozessionsspinnerraupen, sollten Sie andere Bekämpfungsmethoden wie spezielle Fallen einsetzen.
- Biologische Bekämpfung: Sie können auf biologische Bekämpfung setzen und natürliche Feinde der Raupen wie den Bacillus thuringiensis, Bacillus thuringiensis, einsetzen. Sie werden als Spritzmittel auf die Blätter der Pflanze aufgetragen. Dieses Bakterium wird von der Raupe aufgenommen und zerstört sie.
Weitere Informationen zu diesem Bakterium finden Sie in unserem Ratgeber: „Bacillus thuringiensis: natürliches Insektizid“.
Auch Nematoden sind natürliche Feinde von Raupen und können zur biologischen Bekämpfung eingesetzt werden. Insbesondere wird der Nematode Steinernema carpocapsa gegen den Palmbohrer eingesetzt. - Insektenschutznetze: Eine weitere Möglichkeit zur Bekämpfung von Raupen ist das Anbringen von Insektenschutznetzen über den Pflanzen. Werden sie luftdicht angebracht, verhindern sie, dass Schmetterlinge ihre Eier auf den Pflanzen ablegen und sie mit Parasiten befallen. Sie werden insbesondere zur Bekämpfung des Kohlweißlings eingesetzt.
- Fallen: Sie können auch Pheromonfallen für Schmetterlinge sowie Leimfallen zum Fangen von Raupen aufstellen.
Zur Bekämpfung des Kiefernprozessionsspinners gibt es spezielle Ökofallenmanschetten, die zwischen Januar und März an den Stämmen der Bäume angebracht werden können.

Pheromonfalle
Raupenbefall verhindern?
Vorbeugen ist besser als heilen, wie das Sprichwort sagt. Zur Bekämpfung von Raupen gehört auch eine gute Vorbeugung gegen ihre Ansiedlung. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
- Es empfiehlt sich, Fruchtfolge zu betreiben, damit sich Raupen nicht in Ihrem Garten ansiedeln. Auch eine Mischkultur und das Pflanzen von Gewächsen mit bekannter abschreckender Wirkung können helfen.
- Nützlinge wie Vögel, insbesondere Meisen, in den Garten zu locken, die Raupen fressen, ist ebenfalls eine gute Möglichkeit zur Vorbeugung und Bekämpfung. Sie können Nistkästen in Ihrem Garten anbringen, um ihre Ansiedlung zu fördern.
- Zur Vorbeugung natürliche Jauchen wie Balsamkrautaufguss, Tomatenjauche und Rhabarberjauche zu spritzen, ist eine weitere Möglichkeit. Gegen die Lauchmotte verwenden Sie eine dieser Jauchen und spritzen zweimal pro Woche. Gegen den Kohlweißling spritzen Sie alle 2 bis 3 Tage Tomatenjauche. So werden sie zubereitet:
1. Balsamkrautaufguss zubereiten: 30 g frisches Balsamkraut in 1 Liter kochendes Wasser geben. Ziehen lassen und filtern. Das Mittel unverdünnt spritzen. Nicht übermäßig anwenden.
2. Tomatenjauche zubereiten: 1 kg Tomatenblätter und Geiztriebe sammeln. In 10 Liter Regenwasser geben und 4 Tage fermentieren lassen; dabei täglich umrühren. Filtern und unverdünnt auf die Pflanzen spritzen.
3. Rhabarberjauche zubereiten: 1,5 kg Rhabarberblätter ernten und hacken. In ein Gefäß mit 10 Litern Wasser geben und 72 Stunden ziehen lassen. Unverdünnt auf die Pflanzen spritzen.

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