Winterendivien erfolgreich anbauen
Aussaat, Pflanzung, Treiben
Inhaltsverzeichnis
Die Winterendivie oder Witloof-Chicorée, auch Winterendivie genannt, ist ein sehr beliebtes Wintergemüse mit einem frischen und leicht bitteren Geschmack. Sie wird sowohl als Salat mit Vinaigrette und Walnusskernen als auch gegart, als Gratin mit Béchamelsauce, verzehrt. Die Winterendivie hat eine ganz besondere Anbaumethode, da der zweite Trieb verzehrt wird, nachdem die Wurzeln im Herbst ausgegraben und anschließend im Keller oder im Freiland zum Treiben gebracht wurden. Entdecken Sie alle unsere Tipps für einen erfolgreichen Anbau – von der Aussaat bis zur Ernte!
Wo kann man Winterendivie anbauen?
Chicorée oder Witloof-Chicorée gedeiht idealerweise in der Sonne, auf mäßig nährstoffreichem, tiefgründigem und feuchtem Boden. Schwere Böden sind bestens geeignet.
Wann und wie sät man Winterendivie?
Die Aussaat der Winterendivie erfolgt im Mai, direkt an Ort und Stelle.
- Bereiten Sie zunächst den Boden gründlich vor: Entfernen Sie das Unkraut, lockern Sie die Erde mit einem Spaten und verfeinern Sie anschließend den Boden mit einem Rechen.
- Säen Sie dünn aus und bringen Sie die Samen 2 cm tief in Reihen mit einem Abstand von 30 cm aus.
- Gießen Sie vorsichtig.
- Sobald die Jungpflanzen gut entwickelt sind (im Stadium von 3–4 Blättern), vereinzeln Sie sie, sodass nur noch alle 15 cm eine Jungpflanze stehen bleibt.
Nach dem Auflaufen und Vereinzeln benötigt die Chicorée Witloof keine besondere Pflege, außer regelmäßigem Hacken, Jäten und Gießen. Wir empfehlen, den Boden zu mulchen. So müssen Sie weniger jäten und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Boden feucht bleibt.
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Wie zwingt man Winterendivien?
Das Treiben hat zum Ziel, die Chicorée dem Licht zu entziehen, damit sie schön weiße Blätter entwickelt.
Ab Oktober bis Ende November graben Sie die Chicorée aus und behalten nur die Wurzeln mit einem Durchmesser von mehr als 4 Zentimetern. Beim Zurichten der Wurzeln werden die Blätter 1 cm über dem Hals abgeschnitten sowie die gegabelten Spitzen und eventuell vorhandene Seitenwurzeln entfernt.

Das Ausgraben der Chicorée vor dem Treiben
Das Treiben im Freiland:
Es wird folgendermaßen durchgeführt:
- Heben Sie einen 25 cm tiefen und 1,2 Meter breiten Graben aus,
- Stellen Sie die Wurzeln senkrecht nebeneinander hinein, füllen Sie die Zwischenräume mit feiner Erde und gießen Sie anschließend,
- Bedecken Sie sie anschließend mit 20 cm feiner Erde, einer dicken Schicht Laub oder Stroh und danach mit einer Plastikplane oder einem Blech.
Das Treiben im Keller:
Es ermöglicht eine schnelle Ernte. Nach dem Ausgraben lagern Sie die Wurzeln zunächst in einer Miete, um sie nacheinander zu treiben:
- Stellen Sie die Wurzeln senkrecht in eine mindestens 20 cm hohe Kiste, füllen Sie die Zwischenräume mit Erde, die mit Sand oder Torf vermischt ist, und lassen Sie die Hälse sichtbar,
- Decken Sie die Kiste mit schwarzer Folie ab oder stellen Sie sie an einen dunklen Ort mit einer Temperatur von 10 bis 16 °C,
- Halten Sie die Erde feucht.
Für diese Art des Treibens sind F1-Hybridsorten wie ‚Zoom F1‘ besonders gut geeignet.

Im Freiland getriebene Chicorée
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Chicorée erfolgreich anbauen und bleichenMögliche Krankheiten
Die wichtigste Krankheit der Chicorée ist die Sclerotinia-Fäule. Dabei handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die zum Faulen der Chicorée führt. Um sie zu vermeiden, wählen Sie die zum Treiben vorgesehenen Wurzeln sorgfältig aus und entfernen Sie alle, die weich sind oder Anzeichen von Schimmel aufweisen. Vorbeugend können Sie die Hälse der Chicorée vor dem Treiben mit pulverisierter Holzkohle bestäuben.
Wann und wie erntet man Chicorée?
Chicorée kann bereits nach 30 Tagen und bis zu 120 Tage nach Beginn des Treibens geerntet werden. Die Wachstumsgeschwindigkeit hängt von der Sorte, aber auch von der Temperatur am Treibort ab: Das Treiben im Freiland dauert länger als das Treiben im Keller.
Zum Ernten genügt es, die Chicorée mit einem Messer auf Höhe des Halses abzuschneiden.

Chicorée zur Ernte bereit
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