Garten an den Klimawandel anpassen: geeignete Pflanzen und Methoden
Für klimaresiliente Gärten
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Klimawandel im Garten: Resilienz wird wichtiger. Erfahren Sie, wie Sie mit robusten, bienenfreundlichen Pflanzen einen klimaresilienten Garten gestalten.
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Der Klimawandel verändert den Garten: Trockenheitsverträgliche Pflanzen schaffen pflegeleichte, resiliente Gärten mit wenig Wasser und fördern die Biodiversität.
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Klimawandel: Gärten neu denken und anpassen!Was ist ein resilienter Garten?
Resilienz im Garten bezeichnet die Fähigkeit eines Gartens, sich an Umweltveränderungen wie Dürren, Überschwemmungen, Krankheiten und Schädlinge anzupassen und davon zu erholen. Ein resilienter Garten umfasst beispielsweise die Pflanzung widerstandsfähiger Sorten, die Schaffung von Lebensräumen für Bestäuber und natürliche Gegenspieler sowie nachhaltiges Kompostieren und Mulchen zur Verbesserung der Bodengesundheit. Seine Ziele sind vielfältig: Biodiversität bewahren, sich an neue Klimabedingungen anpassen, Ressourcen wie Wasser, Boden und Energie optimal nutzen und den Einsatz chemischer Mittel wie Pestizide und Dünger begrenzen. Er zielt darauf ab:
- Robuste, trockenheits-, hitze- und krankheitsresistente Pflanzen zu kultivieren, etwa Pionierpflanzen, die für ihre Widerstands- und Anpassungsfähigkeit bekannt sind, oder Nativare (Kultivare, die von einer indigenen oder heimischen Pflanze abstammen) und von Natur aus weniger anspruchsvoll sind.
- Die Biodiversität zu fördern: Als Schlüsselelement der Resilienz von Ökosystemen stärkt sie auch die Widerstandsfähigkeit des Gartens. Bevorzugen Sie bienenfreundliche und heimische Pflanzen, die Bestäuber anlocken und Vögeln sowie Insekten Schutz bieten. Schaffen Sie vielfältige Biotope wie Hecken, Holzstapel und Insektenhotels, um zahlreiche Tierarten aufzunehmen.
- Ökologische Anbaumethoden anzuwenden: Mulchen, Kompostieren, Fruchtwechsel, Permakultur und Mischkultur bewahren die Bodenfruchtbarkeit, verringern die Wasserverdunstung und reduzieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Diese Methoden des nachhaltigen Gärtnerns schaffen zudem ein natürliches Gleichgewicht im Garten, indem sie Nützlinge wie Insekten und Vögel sowie Igel fördern, die Schädlingspopulationen regulieren.
- Wasser optimal zu nutzen: Im Garten ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser wichtig. Bevorzugen Sie Pflanzen, die an die klimatischen Bedingungen Ihrer Region angepasst sind und weniger Bewässerung benötigen. Sammeln Sie Regenwasser. Erwägen Sie auch die Anlage von Feuchtgebieten oder Teichen, die die Biodiversität fördern und zur Regulierung des Wasserkreislaufs beitragen.
- Versiegelte Flächen zu begrenzen: Wege, Terrassen und Pflasterflächen versiegeln den Boden, verstärken den Oberflächenabfluss und verschmutzen das Wasser. Um diese Auswirkungen zu begrenzen, bevorzugen Sie durchlässige Beläge wie Kies oder Rasengittersteine und begrünen Sie verfügbare Flächen (Gründächer, Mauern und Böschungen).

Einige Methoden für einen resilienteren Garten: Mulchen, um den Boden kühl zu halten, Ollas an den Pflanzen aufstellen, Insektenhotels installieren und Regenwasser zum Gießen des Gartens sammeln
Für welchen Gartentyp?
Der resiliente Garten schafft ein ausgewogenes, selbstständiges und nachhaltiges Ökosystem. Er eignet sich für:
- Naturnahe oder wilde Gärten: Resiliente Gärten orientieren sich oft an natürlichen Ökosystemen und bevorzugen heimische, bienenfreundliche Pflanzen. Sie fördern die Biodiversität und begrenzen menschliche Eingriffe.
- Ökologische Gärten: Ökologische Gärten legen Wert auf den Umweltschutz und die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Resiliente Gärten folgen diesem Ansatz mit nachhaltigen Gartentechniken wie Permakultur, Kompostierung und Regenwassernutzung.
- Trockengärten oder mediterranen Gärten: In Regionen mit trockenem oder mediterranem Klima bevorzugen resiliente Gärten dürretolerante und pflegeleichte Pflanzen. Sie sind so angelegt, dass sie Trockenperioden überstehen und Wasser optimal nutzen.
- Stadtgärten oder kleine Flächen: Resiliente Gärten lassen sich auch auf begrenztem Raum anlegen, etwa auf Balkonen, Terrassen oder in kleinen Stadtgärten. Sie schaffen grüne Oasen mit Biodiversität und berücksichtigen zugleich die besonderen Bedingungen dieser Umgebungen (Verschmutzung, Platzmangel usw.).
- Nutzgärten: Resiliente Gärten können Bereiche für den Gemüseanbau integrieren. Dabei werden alte Sorten, an das lokale Klima angepasste Pflanzen und vorteilhafte Pflanzenverbände bevorzugt. So fördern sie die Selbstversorgung und den Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt.

Naturgärten sind besonders resilient. Sie vereinen eine große Vielfalt bienenfreundlicher Blumen und fördern die Biodiversität.
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Permakultur: zukunftsfähig gegen den KlimawandelWelche Pflanzen wählen?
Die Pflanzen, die Sie für Ihren resilienten Garten auswählen, müssen selbstverständlich an die örtlichen klimatischen Bedingungen angepasst sein. Es ist wichtig, die besonderen Bedingungen Ihres Gartens zu berücksichtigen (Standort, Bodenart usw.) sowie Winterhärte, Trockenheitsverträglichkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge, Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Böden und den geringen Pflegebedarf der vorgesehenen Pflanzen. Hier einige besonders widerstandsfähige Pflanzen (Bäume, Sträucher oder Stauden):
- Pionierpflanzen: Sie kommen in einer bestimmten Region von Natur aus vor und haben sich an die örtlichen klimatischen Bedingungen angepasst. Da sie wenig Pflege benötigen, gehören Pionierpflanzen zu den ersten, die auf unwirtlichen oder unfruchtbaren Böden Wurzeln schlagen. Birke, Sal-Weide (Salix caprea), Kiefer (Aleppo-Kiefer), Ginster, Zistrose, Ziergras, Erle, Blauglockenbaum, Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba), Sanddorn, Roter Hartriegel, Strohblume, Silene vulgaris besiedeln selbst kleinste Ritzen in kargen Böden. Ihre Anwesenheit lockt bestäubende Insekten, Vögel und sogar Säugetiere an und bereichert so das Ökosystem.→ Mehr dazu in unserem Beitrag: Pionierpflanzen: wertvoll für die Biodiversität.
- Nativare: Das sind Kultivare, die aus einer heimischen Pflanze hervorgegangen und wegen ihrer gärtnerischen Eigenschaften ausgewählt wurden. Diese modernen Sorten sind an die örtlichen klimatischen Bedingungen angepasst und dadurch widerstandsfähiger gegen Krankheiten, Schädlinge und Umweltstress. Nativare sind von Natur aus anspruchsloser: Baldrian, Thalictrum aquilegiifolium, Frauenmantel, Großblumige Garten-Margerite, Wiesen-Storchschnabel ‚Mrs Kendall Clark‘, Hahnenfuß, Lychnis flos-cuculi ‚Petite Jenny‘, Geranium pratense ‚Dark eyes‘, Lungenkraut ‚Dora Bielefeld‘.
- Trockenheitsverträgliche Pflanzen: Graues Heiligenkraut, Brandkraut, Österreichische Königskerze, Akanthus sowie Prachtkerze, Fetthenne, Blauraute, Lavendel und Kakteen und Sukkulenten (Feigenkaktus, Rosetten von Aeonium oder Greiskraut), Agave, Hesperaloe parviflora ‘Rubra’, Säckelblume und Schmetterlingsstrauch ‚Orange sceptre‘ unter den besonders genügsamen Sträuchern erinnern an trockene Landschaften und passen sich dem Wandel unseres lokalen Klimas an. Sie benötigen nur wenig Wasser und sind besser an Trockenperioden angepasst.
- Bienenfreundliche Pflanzen: Sie bilden Nektar und Pollen und locken Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Vögel an. Neben der Förderung der Biodiversität tragen sie zur Bestäubung von Gemüse- und Obstpflanzen bei und verbessern so die Ernte. Hunds-Rose (Rosa canina), Weißdorn, Englische Heide, Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Duftnessel, Argentinisches Eisenkraut (Verbena bonariensis) und Caryopteris clandonensis. Auch die Säckelblume ‘Burkwoodii’, Cytisus scoparius ‘Palette‘ und der Pfeifenstrauch Philadelphus coronarius gehören zu den trockenheitsverträglichsten bienenfreundlichen Sträuchern.
- Essbare Zierpflanzen: Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie essbar und dekorativ sind und in der Küche verwendet werden können. Ihre Anwesenheit fördert die Vielfalt im Garten und lockt Bestäuber an. Zu diesen ebenso schönen wie nützlichen Pflanzen zählen: Echter Lavendel, Niedrige Kapuzinerkresse ‘Baby Rose’, Borretsch, roter Fuchsschwanz, Ringelblume (Calendula officinalis), Feuerbohne ‘Sunset‘, Sonnenblume ‘Desire Red F1’, Artischocke, Knollen-Glyzinie und Heckenkirsche ‘Altaj’, ein Geißblatt mit essbaren, an Heidelbeeren erinnernden Beeren.

Einige Beispiele für trockenheitsverträgliche Pflanzen: Phlomis fruticosa, Gaura lindheimeri ‚Snowbird‘, Delosperma cooperi ‚Wheels of Wonder Fire‘, Lavendel, Opuntia microdasys (Foto: Stan Shebs) und Centranthus ruber
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