Ungiftige Zimmerpflanzen: Welche schützen Ihr Haustier?

Ungiftige Zimmerpflanzen: Welche schützen Ihr Haustier?

Tipps zur Auswahl haustierfreundlicher Pflanzen, ungiftig für Katze und Hund

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 27. Januar 2026  durch Pascale 7 min.

Welche Zimmerpflanzen sind ungiftig für Katze und Hund? Entdecken Sie tierfreundliche Arten für das Wohl Ihrer neugierigen Vierbeiner.

Schwierigkeit

Warum gelten manche Pflanzen als giftig für Tiere?

Nicht jede Pflanze ist ein guter Mitbewohner, wenn Sie Ihr Zuhause mit Hund oder Katze teilen. Hinter dekorativem Laub oder einer prächtigen Blüte können sich für Tiere gefährliche Stoffe verbergen. Manche Pflanzen sind durch ihre Blätter, Blüten, Früchte, Wurzeln oder ihren Pflanzensaft giftig.

Calciumoxalate etwa, die in vielen tropischen Pflanzen wie Aronstabgewächsen vorkommen, verursachen beim Kauen Haut-, Mund- und Rachenreizungen. Danach können Verdauungs- und Atemprobleme auftreten. Manche Arten bilden außerdem Saponine, die mitunter schwere Verdauungsbeschwerden auslösen – von wiederholtem Erbrechen bis zu anhaltendem Durchfall. Andere, die reich an Alkaloiden sind, können direkt auf das Nervensystem wirken und Zittern oder eine beunruhigende Teilnahmslosigkeit verursachen.

haustierfreundliche Zimmerpflanzen

Katzen und Hunde knabbern besonders gern am Laub unserer Zimmerpflanzen

Katzen und Hunde sind von Natur aus, besonders in jungen Jahren, verspielt und neugierig. Sie wissen keineswegs, wie gefährlich diese hübschen Blätter sein können. Außerdem kann sich ein Tier, das den ganzen Tag allein bleibt, schnell langweilen. Die Pflanzen anzuknabbern, ist dann eine willkommene Beschäftigung. Schließlich muss sich eine Katze regelmäßig von Haarballen befreien. Im Garten findet sie dafür geeignete Gräser. In Haus oder Wohnung kann sie sich jedoch stattdessen über Zimmerpflanzen hermachen.

Deshalb ist Vorsicht geboten. Schon kleinste Mengen können Symptome auslösen: von Hautreizungen und Erbrechen über Durchfall bis hin zu schweren Atemwegs-, neurologischen oder Herzproblemen. In besonders schweren Fällen besteht sogar Lebensgefahr. Wer giftige Pflanzen kennt und sie meidet, kann Unfälle verhindern.

Giftige Zimmerpflanzen für Hunde und Katzen?

Wenn Sie wissen, dass Ihre Katze oder Ihr Hund alles anknabbert, was zwischen die Zähne kommt, sollten Sie giftige Pflanzen besser vermeiden. Einige sind jedoch sehr beliebt und ideal, um Ihr Zuhause in einen Dschungel zu verwandeln. Für die Gesundheit Ihres Hundes oder Ihrer Katze ist dennoch Vorsicht geboten. Bei einer Aufnahme sollten Sie schnell einen Tierarzt aufsuchen und die vermutlich gefressene Pflanze nennen, denn bei der Behandlung zählt jede Minute.

In der Familie der Aronstabgewächse

Diese beliebten Tropenpflanzen enthalten Calciumoxalate in Form mikroskopisch kleiner Nadelkristalle. Sobald ein Tier in ein Blatt beißt, dringen die Kristalle in die Schleimhäute ein und verursachen starke Reizungen.

Giftige Pflanzen: Fensterblatt, Dieffenbachie, Philodendron, Pfeilblatt, Blattfahne (Einblatt), Efeutute (Epipremnum), Fiederaron Zannichellia (Glücksfeder)

Symptome: starker Speichelfluss, Zungenschwellung, Schluckbeschwerden, Erbrechen, bei größeren Mengen Atemnot.

Giftige Zimmerpflanzen für Tiere

Zu den giftigen Aronstabgewächsen zählen Fensterblatt, Dieffenbachie, Philodendron, Pfeilblatt, Blattfahne und Glücksfeder

In der Familie der Maulbeergewächse

Der von Ficus gebildete weiße Milchsaft ist für Tiere giftig. Er enthält reizende Verbindungen (Furocumarine und proteolytische Enzyme), die Verdauungs- und Hautreaktionen auslösen.

Giftige Pflanzen: Ficus

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Reizungen im Maul.

Giftige Zimmerpflanze für Tiere: Ficus

Ficus ist für Tiere giftig

In der Familie der Spargelgewächse

Diese robusten und beliebten Pflanzen enthalten Saponine, schaumbildende Stoffe, die den Verdauungstrakt von Tieren reizen.

Giftige Pflanzen: Bogenhanf (Schwiegermutterzunge), Drachenbaum, Palmlilie.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Apathie, Appetitlosigkeit, starker Speichelfluss.

Giftige Zimmerpflanzen für Katzen und Hunde

Giftige Spargelgewächse: Bogenhanf, Drachenbaum und Palmlilie

In der Familie der Palmfarne

Der Cycas revoluta ähnelt einer kleinen Palme und ist wegen seines Cycasins gefährlich, einem Glycosid. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders hoch ist die Konzentration in den Samen.

Giftige Pflanze: Cycas revoluta

Symptome: starkes Erbrechen, neurologische Störungen und möglicherweise tödliche Leberschäden.

Giftige Pflanze für Tiere: Cycas revoluta

Cycas revoluta ist für Tiere giftig

In der Familie der Wolfsmilchgewächse

Die dekorativ häufig verwendeten Euphorbien bilden einen reizenden und ätzenden Milchsaft, der reizende Diterpene und Ester enthält.

Giftige Pflanzen: Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) oder Christstern, Euphorbia trigona

Symptome: starker Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Haut- oder Augenreizungen bei Kontakt mit dem Milchsaft.

Giftige Wolfsmilchgewächse für Tiere

Weihnachtsstern und Euphorbia trigona können für Tiere gefährlich sein

In der Familie der Liliengewächse

Lilien sind für Katzen äußerst gefährlich. Schon die Aufnahme kleinster Mengen von Blättern, Blüten oder sogar Vasenwasser kann zu einer schweren Vergiftung führen.

Giftige Pflanzen: Lilie (Lilium)

Symptome: Erbrechen, Appetitlosigkeit, Lethargie, akutes Nierenversagen innerhalb von 24 bis 72 Stunden.

Giftige Pflanzen für Tiere: Lilien

Lilien sind für Katzen und Hunde äußerst gefährlich

Tierfreundliche Zimmerpflanzen fürs Zuhause?

Einige sehr dekorative und meist pflegeleichte Grünpflanzen sind für Katzen und Hunde ungiftig. So bringen Sie etwas Grün in Ihre Wohnung und schützen zugleich die Gesundheit Ihrer Haustiere – und Ihre eigene Gelassenheit. Einige Pflanzen wirken sogar luftreinigend.

Chlorophytum oder Grünlilie

Die Grünlilie, auch Chlorophytum oder Graslilie genannt, ist für ihre langen, schmalen, grün-weiß panaschierten Blätter bekannt. Ihre langen, weißen, steifen und gebogenen Ausläufer tragen kleine sternförmige Blüten. Die pflegeleichte Pflanze bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonne, im Sommer Temperaturen um 18 °C sowie reichliches Gießen im Sommer und mäßiges Gießen im Winter. Sie gehört zu den häufigsten und beliebtesten Zimmerpflanzen und lässt sich sehr leicht vermehren.

Nephrolepis oder Schwertfarn

Der aus feuchten Tropengebieten stammende Nephrolepis oder Schwertfarn benötigt eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 %. Das Laub sollte daher das ganze Jahr über regelmäßig besprüht werden. Dieser Farn bildet einen Horst aus fein gefiederten und gewellten Wedeln, die ihm ein etwas wildes Aussehen verleihen. Er mag Räume mit mittlerem Licht, etwa ein Badezimmer oder ein nach Norden ausgerichtetes Schlafzimmer, und muss im Frühjahr und Sommer sehr regelmäßig gegossen werden.

Diese Pflanze wirkt luftreinigend und filtert Formaldehyd.

Pilea peperomioides oder Ufopflanze

Mit ihrem sehr originellen, dekorativen Laub aus runden, flachen Blättern an steifen Blattstielen ist die Pilea peperomioides eine sehr trendige Pflanze. Sie bevorzugt sehr helle Räume ohne direkte Sonne. Während des Wachstums benötigt die Pilea peperomioides zweimal wöchentlich Wasser, im Winter einmal pro Woche. Die Pflanze kann recht groß werden und lässt sich sehr leicht durch Stecklinge vermehren.

Korbmarante

Die Korbmarante ist wegen ihres dekorativen und sehr farbenfrohen Laubs beliebt. Die Blätter können gestreift, panaschiert oder mit verschiedenfarbigen Flecken versehen sein – von Weiß über Rosa bis Purpur und Rosagrau. Korbmaranten mögen eine feuchte Umgebung und einen Standort mit gedämpftem Licht. Ihr Laub richtet sich nachts auf und faltet sich zusammen.

Peperomie

Die Peperomie ist eine Gattung von Zimmerpflanzen mit zahlreichen Sorten, die für ihr sehr dekoratives Laub und ihre einfache Pflege bekannt sind. Es handelt sich um Sukkulenten mit dicken, wachsartigen und glänzenden Blättern in Farbtönen von Dunkelgrün bis Purpur. Je nach Sorte wachsen sie kompakt und aufrecht, kriechend oder überhängend. Die aus tropischen Regionen Südamerikas stammenden Pflanzen kommen mit mildem Licht und mäßigem Gießen aus. Peperomien sind ideal für Anfänger.

plantes d'intérieur pet friendly

Im Uhrzeigersinn: Chlorophytum, Nephrolepis, Pilea peperomioides, Korbmarante und Peperomie

Hoya oder Porzellanblume

Hoyas sind Sukkulenten mit je nach Sorte kletternder oder überhängender Wuchsform. Ihr Laub ist eher dick, und die Blüten wirken wachsartig. Für ein kräftiges Wachstum benötigen sie helles, aber indirektes Licht sowie mäßiges Gießen. Diese charmanten Pflanzen blühen leicht und lange. Sie verleihen Wohnräumen eine exotische Note.

Hypoestes oder Hüllenklaue

Hypoestes sind kleine Pflanzen mit punktiertem und geflecktem Laub, das farbige Flecken und Muster zeigt. Je nach Sorte sind die Blätter grün, weiß oder in verschiedenen Rosa-, Dunkelrot- und Purpurtönen gefärbt. Sie fühlen sich in einem hellen Raum ohne direkte Sonne wohl. Die ideale Temperatur liegt bei 15 °C. Gießen Sie mäßig und lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen.

Tradescantia oder Dreimasterblume

Tradescantien, auch Dreimasterblumen genannt, sind sehr pflegeleichte Pflanzen und ideal für alle ohne grünen Daumen. Die kriechenden oder überhängenden Pflanzen eignen sich perfekt für Blumenampeln und besitzen metallisch schimmerndes Laub. Je nach Sorte sind die Blätter grün, purpur, violett oder cremefarben. Sie wachsen schnell und gelten als nahezu unverwüstlich. Tradescantien vertragen helles bis gedämpftes Licht und benötigen mäßiges Gießen.

Ceropegia

Die Ceropegia ist eine Pflanze mit äußerst feinen, überhängenden Trieben. Sie bilden kleine Lianen mit herzförmigem Laub. Die Pflanzen blühen mit winzigen Blütenständen. Als tropische Pflanzen lieben sie helles Licht und benötigen nur sehr wenig Wasser.

Ctenanthe

Die Ctenanthe wird für ihr spektakuläres, sehr dekoratives Laub geschätzt. Die oft geäderten Blätter erreichen eine beachtliche Größe. Die exotisch wirkende Pflanze fühlt sich in einem Raum mit gedämpftem Licht und feuchter Luft wohl. Sie eignet sich ideal für ein helles Badezimmer. Das Substrat muss stets feucht bleiben, regelmäßiges Besprühen ist unerlässlich.

plantes d'intérieur non toxiques pour les animaux

Im Uhrzeigersinn: Hoya, Hypoestes, Tradescantia, Ceropegia und Ctenanthe

Unsere Praxistipps

Für ein harmonisches Zusammenleben von Pflanzen und Tieren helfen diese Tipps:

  • Empfindliche Pflanzen außer Reichweite platzieren – etwa in Blumenampeln, auf hohen Regalen oder speziellen Möbeln, um Knabbern und Kratzen zu verhindern
  • Das Verhalten regelmäßig beobachten und sofort eingreifen, wenn sich ein Tier ungewöhnlich für eine Pflanze interessiert
  • Welpen und Kätzchen erziehen: Sie lernen, Blumentöpfe nicht anzurühren; passende Spielzeuge lenken ihre Neugier ab
  • Schwere, stabile Übertöpfe wählen oder die Blumenerde mit Dekosteinen bedecken, um Kratzen zu verhindern
  • Keine chemischen Dünger und Reinigungsmittel an Zimmerpflanzen verwenden – sie können bei Kontakt oder Verschlucken giftig sein
  • Katzenminze anbieten, wenn Ihre Katze keinen Zugang zum Garten hat
  • Im Notfall richtig handeln: Pflanzenteile aus dem Maul entfernen, eine Probe sichern und bei Verdacht auf Verschlucken sofort einen Tierarzt aufsuchen.

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eine Katze hinter einer Grünlilie