Eigenen Gemüsegarten anlegen: gesund essen, Geld sparen
Tipps für einen günstigen Bio-Gemüsegarten
Inhaltsverzeichnis
Im Gemüsegarten gibt es kaum etwas Schöneres, als eigene Gemüsesamen zu säen, Pflanzen wachsen zu sehen und Gemüse zu ernten! Das macht uns Gärtner nicht nur stolz … Gartengemüse spart auch bares Geld und senkt die Ausgaben für Lebensmittel. Außerdem wissen Sie genau, was Sie essen, und ernähren sich gesünder. Ganz zu schweigen vom wiederentdeckten Geschmack … den Sie im Supermarkt um die Ecke nicht finden!
In diesem Artikel geben wir Ihnen praktische Tipps für den Anbau eines eigenen Bio-Gemüsegartens – gut für Ihren Geldbeutel und Ihre Gesundheit.
Ist dies Ihr erster Gemüsegarten? Dann hören Sie sich auch unseren Podcast an:
Gesundheitsvorteile eines eigenen Gemüsegartens
Frisches Gemüse
Gemüse aus dem eigenen Garten ist deutlich frischer als Supermarktgemüse, das bereits vor Tagen geerntet und über weite Strecken transportiert wurde, bevor es auf unseren Tellern landet. Ganz zu schweigen von importiertem Gemüse, das meist vor seiner Reife geerntet und/oder mit Konservierungsmitteln behandelt wird. Dadurch enthält Gemüse aus dem eigenen Beet mehr Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Außerdem ist der Geschmack auf dem Teller deutlich intensiver und der Genuss macht mehr Freude.
Eine Ernährung ohne Pestizide
Wenn Sie Ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen, wissen Sie genau, was Sie essen. Noch besser: Sie können Bio-Samen und Bio-Jungpflanzen wählen und sie anschließend biologisch oder nach den Prinzipien der Permakultur anbauen und dabei Pestizide sowie andere chemische Mittel vermeiden – anders als in der industriellen Landwirtschaft.
Setzen Sie bei Krankheiten und Schädlingen auf natürliche Mittel, etwa Abkochungen und Pflanzenjauchen, um ihr Wachstum zu fördern. Pflanzen Sie außerdem abschreckende Pflanzen (zum Beispiel halten Nelken Nematoden, Erdraupen und Blattläuse fern) und fördern Sie das Vorkommen natürlicher Fressfeinde, etwa von Marienkäfern oder Igeln, indem Sie ihnen Lebensräume bieten (Holzstapel, Insektenhotel usw.). So erhalten Sie Gemüse, das Ihrer Gesundheit besonders guttut.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Artikeln:
- Abkochung und Pflanzenjauche im Garten: Was ist der Unterschied und warum sollte man sie verwenden?
- Biologische Bekämpfung im Garten und Gemüsegarten: Nützlinge

Ein eigener Gemüsegarten ist auch eine Aktivität
Außerdem ist Gartenarbeit eine moderate körperliche Aktivität, die sogar entspannend und erfüllend sein kann. Wenn Sie Ihr eigenes Gemüse anbauen, verbringen Sie Zeit im Freien, verbinden sich mit der Natur und profitieren von den positiven Wirkungen körperlicher Bewegung. Also, Stiefel an und wieder hinaus in den Garten?
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren Artikeln: „Gartenarbeit: eine wirksame Anti-Stress-Therapie“ und „Mycobacterium vaccae, das Geheimnis guter Laune bei Gärtnern“.
Lesen Sie auch
10 Gemüse für den ersten GemüsegartenMit einem Gemüsegarten Geld sparen
Lebensmittelkosten senken
Eigenes Gemüse anzubauen, kann eine gute Möglichkeit sein, das Haushaltsbudget zu entlasten. Jungpflanzen und vor allem Samen sind günstig, und mit etwas Pflege und Zeit erhalten Sie schmackhaftes Gemüse, das deutlich weniger kostet als gekauftes.
Außerdem können Sie Samen aus Ihrer Ernte aufbewahren, um in der nächsten Saison neue Jungpflanzen zu ziehen und langfristig Geld zu sparen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel: „Gemüsesamen aufbewahren“.
Ernte haltbar machen
Nach der Ernte von Obst und Gemüse können Sie es einfrieren, einkochen oder trocknen. So können Sie das ganze Jahr über von Ihrer Ernte profitieren und noch weniger teure, weniger schmackhafte Saisonware kaufen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel: „Gemüse aus dem Garten haltbar machen“.
Eigenes Gemüse für weniger CO₂-Emissionen
Wer eigenes Obst und Gemüse anbaut, verringert seinen CO₂-Fußabdruck, da Transportemissionen entfallen. Auch ökologische Anbaumethoden wie Kompostieren helfen, die Umweltbelastung durch Gartenabfälle zu senken.

Eigenes Gemüse anbauen?
Eigenes Gemüse anzubauen, kann einschüchternd wirken, ist aber eigentlich ganz einfach. Mit diesen Schritten gelingt Ihnen der Anbau:
1 – Wählen Sie den Standort für Ihren Gemüsegarten: Ihr Gemüsegarten sollte an einem sonnigen, windgeschützten Ort liegen. Er sollte außerdem zum Gießen und Pflegen leicht zugänglich sein. Wenn dies Ihr erster Gemüsegarten ist, beginnen Sie mit einer kleinen Fläche, etwa 10 m², die Sie bei Bedarf von Jahr zu Jahr vergrößern. Auch kleine Flächen wie ein Balkon oder eine Terrasse eignen sich für Anzuchtgefäße.
2 – Bereiten Sie den Boden vor: Der Boden muss nährstoffreich sein, damit Ihre Pflanzen gut wachsen. Sie können Kompost oder gut verrotteten Mist einarbeiten, um die Erde anzureichern. Lockern Sie den Boden mit einer Bodenbelüftungsgabel, ohne ihn zu wenden, damit das Bodenleben erhalten bleibt.
3 – Wählen Sie die Pflanzen aus: Wählen Sie Pflanzen, die zu Ihrer Region und zur Jahreszeit passen. Für den Anfang eignen sich leicht anzubauende Gemüse wie Tomate, Zucchini, Paprika, Salat, Rettich und weitere.
4 – Säen Sie Samen aus oder pflanzen Sie Jungpflanzen: Befolgen Sie die Angaben auf den Samenpackungen oder Etiketten der Jungpflanzen zu Pflanzzeit und Pflege.
5 – Gießen Sie regelmäßig: Gießen Sie Ihre Pflanzen weder zu viel noch zu wenig, damit sie gesund bleiben. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da sie die Wurzeln schädigen und Krankheiten begünstigen kann.
6 – Pflegen Sie Ihren Gemüsegarten: Entfernen Sie regelmäßig Unkraut, damit es nicht überhandnimmt. Bringen Sie außerdem Mulch aus, um den Boden zu schützen und die Verdunstung zu verringern.
7 – Planen Sie den Anbau und wechseln Sie die Kulturen: Mit einer guten Anbauplanung können Sie zu jeder Jahreszeit Gemüse ernten. Um den Boden fruchtbar zu halten, ist es außerdem wichtig, die Kulturen abzuwechseln.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Artikeln:

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