Zitronenbaum im Topf: Pflege & Anbau
Gesunde Zitrusfrüchte: die wichtigsten Tipps
Inhaltsverzeichnis
Zitronenbäume werden für ihre säuerlichen gelben Früchte sehr geschätzt und sind äußerst dekorative Sträucher. Diese Zitrusfrüchte bezaubern mit hübschen, angenehm duftenden weißen Blüten und aromatischem, grünem, glänzendem Laub. Außerdem sind sie immergrün und behalten das ganze Jahr über ihre Blätter.
Leider ist der Zitronenbaum wenig winterhart: Im Mittelmeerraum können Sie ihn problemlos ins Freiland pflanzen, in kühleren Regionen empfiehlt es sich jedoch, den Zitronenbaum im Topf zu kultivieren. So können Sie ihn im Winter problemlos vor Kälte schützen. Die übrige Zeit des Jahres auf der Terrasse, verbreitet der Zitronenbaum dort ein angenehmes mediterranes Flair!
Hier finden Sie unsere Tipps für eine erfolgreiche Kultur des Zitronenbaums im Topf: Welche Sorten eignen sich am besten und wie pflanzt man sie? Außerdem erfahren Sie, wie Sie den Zitronenbaum im Topf richtig pflegen, damit er gesund bleibt und reichlich Früchte trägt!
→ Hören Sie auch unseren Podcast über die Kultur des Zitronenbaums im Topf:
Welche Zitronensorte eignet sich für den Topf?
Der Zitronenbaum eignet sich sehr gut für die Kultur im Topf oder Kübel. Bei den Arten und Sorten empfehlen wir besonders den Klassiker Citrus limon, auch Vierjahreszeiten-Zitrone genannt. Er wächst recht schnell und kann das ganze Jahr über Früchte und Blüten hervorbringen. Aus ihm sind mehrere Hybride entstanden, die sich problemlos im Topf kultivieren lassen, etwa ‚Cerza‘ oder ‚Lemox‘. Ihre schönen, säuerlichen, ovalen Früchte sind zudem kernlos.
Auch die Meyer-Zitrone (Citrus x meyeri) ist eine gute Wahl. Sie trägt etwas süßere, weniger saure Früchte. Etwas weiter vom Zitronenbaum entfernt ist der Calamondin (Citrus madurensis), eine Kreuzung aus Kumquat und Mittelmeer-Mandarine. Er trägt Früchte, die kleinen Mandarinen ähneln! Besonders ist, dass er sich sogar für die Kultur im Haus eignet. Denn er verträgt die Atmosphäre und Temperaturen in unseren Wohnungen und Häusern recht gut. Auch die Fingerlimette (Microcitrus australasica) verdient wegen ihrer kleinen, ungewöhnlichen Früchte Aufmerksamkeit. Ihr Fruchtfleisch besteht aus kleinen, saftgefüllten Kügelchen mit säuerlichem Geschmack. Auch sie lässt sich sehr gut im Topf kultivieren.

Vierjahreszeiten-Zitrone (Citrus limon), Meyer-Zitrone (Citrus x meyeri) und Calamondin (Citrus mitis)
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Einen Topf für einen Zitronenbaum wählen
Der beste Zeitpunkt, um einen Zitronenbaum im Topf zu pflanzen, ist der Beginn des Frühjahrs, zwischen März und Mai.
Wählen Sie einen etwas größeren Topf als den bisherigen, damit der Zitronenbaum ausreichend Platz für die Entwicklung seines Wurzelsystems hat.
Was das Material betrifft, empfehlen wir für die Pflanzung des Zitronenbaums entweder einen Terrakottatopf oder einen Holzkübel. Der poröse Terrakottatopf lässt Luft und Feuchtigkeit durch, trocknet jedoch schneller aus. Außerdem ist er meist sehr dekorativ. Der Holzkübel ist eine ästhetische Lösung, die stabil ist und recht gut vor Kälte schützt. Kunststofftöpfe sind schließlich eine einfache Lösung für die Pflanzung des Zitronenbaums: Sie sind leicht zu handhaben und preiswert, jedoch weitgehend wasserdicht und weniger luftdurchlässig als Terrakottatöpfe. Dadurch können die Wurzeln ersticken. Wenn Sie einen Kunststofftopf verwenden, sollten Sie daher etwas seltener gießen. Wichtig ist außerdem ein drainierendes Substrat.
In jedem Fall empfehlen wir, einen dekorativen Topf zu wählen, damit Ihr Zitronenbaum gut zur Geltung kommt! Entscheidend bei der Wahl des Topfes oder Kübels ist, dass er am Boden Löcher hat, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann.
Zitronenbaum im Topf pflanzen: die einzelnen Schritte
So pflanzen Sie einen Zitronenbaum im Topf erfolgreich:
- Verwenden Sie einen großen Topf mit Abzugslöchern und füllen Sie zunächst eine wenige Zentimeter hohe Schicht Blähton oder Kies ein.
- Füllen Sie das Substrat in den Topf. Entscheidend ist ein gut drainierendes Substrat. Verwenden Sie Blumenerde, die Sie gegebenenfalls mit Gartenerde mischen (sofern diese nicht kalkhaltig ist), und geben Sie grobkörnigen Sand (zur Drainage) sowie gut verrotteten Kompost hinzu. Im Handel ist auch spezielle Blumenerde für Zitrusfrüchte erhältlich.
- Nehmen Sie den Zitronenbaum aus seinem bisherigen Topf, lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig und pflanzen Sie den Zitronenbaum in den Topf. Der Hals darf dabei nicht mit Erde bedeckt werden.
- Füllen Sie rundherum weiteres Substrat ein und drücken Sie es vorsichtig an.
- Gießen Sie reichlich.
Stellen Sie einen Untersetzer unter den Topf, um überschüssiges Gießwasser aufzufangen, und stellen Sie den Topf ins Freie, zum Beispiel auf Ihre Terrasse, an einen sonnigen und möglichst windgeschützten Standort.

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Zitronenbaum im Topf oder Kübel pflegen?
Die Pflege eines Zitronenbaums im Topf erfordert einige wichtige Handgriffe, damit er sich auf Terrasse oder Balkon gut entwickelt.
Gießen:
Gießen Sie von Frühjahr bis Herbst regelmäßig, reduzieren Sie die Wassergaben im Winter jedoch. Verwenden Sie möglichst Regenwasser statt Leitungswasser, da dieses zu kalkhaltig sein kann.
Stellen Sie einen Untersetzer unter den Topf, um überschüssiges Wasser aufzufangen. Am besten erhöhen Sie den Topf außerdem leicht, indem Sie ihn auf Kies oder einen umgedrehten Untersetzer stellen. So verhindern Sie, dass der Topfboden dauerhaft im Wasser steht. Leeren Sie andernfalls den Untersetzer nach jedem Gießen.
→ Weitere Informationen finden Sie in unserer Anleitung: „Zitronenbaum pflegen: richtig gießen„.
Welcher Dünger für meinen Zitronenbaum?
Wir empfehlen, Ihren Zitronenbaum zusätzlich mit Dünger zu versorgen. Geben Sie beispielsweise von Frühjahr bis Herbst einmal im Monat Flüssigdünger.
Wie schütze ich meinen Zitronenbaum vor Kälte?
Der Zitronenbaum ist ein wenig winterharter Strauch. Deshalb muss er im Winter frostgeschützt überwintert werden (außer Sie leben in einer Region mit mildem Klima!).
Stellen Sie den Topf etwa im Oktober, wenn die Temperaturen sinken, an einen vor Frost geschützten, zugleich sehr hellen Standort. Platzieren Sie ihn nicht in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung, da die Luft dort zu warm und trocken sein kann. Besser geeignet sind ein Wintergarten oder ein Kalthaus, in dem die Temperatur lediglich über 0 °C bleibt (ideal sind 5 bis 10 °C). Reduzieren Sie im Winter das Gießen und düngen Sie nicht mehr, da der Strauch ruht.
Am Ende des Winters können Sie den Zitronenbaum wieder nach draußen stellen und ihn langsam an die Außenbedingungen gewöhnen. Platzieren Sie ihn zunächst in den Halbschatten und erst später in die Sonne, um einen Sonnenbrand der Blätter zu vermeiden.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Tipps zum Überwintern von Zitrusfrüchten.

Zur Pflege des Zitronenbaums gehört auch die Überwinterung: Stellen Sie ihn im Winter an einen hellen, frostfreien Standort und im Frühjahr, wenn die Temperaturen milder werden, wieder nach draußen.
Wann und wie topfe ich meinen Zitronenbaum um?
Der letzte Schritt für eine erfolgreiche Pflege des Zitronenbaums ist das Umtopfen. Topfen Sie Ihre Zitruspflanze alle zwei bis drei Jahre um. Sie können dies am Ende des Winters oder zu Beginn des Frühjahrs tun, wenn die Überwinterung endet und Sie die Pflanze wieder nach draußen stellen. Wählen Sie jeweils einen etwas größeren Topf als zuvor. So erneuern Sie das Substrat und geben Ihrem Zitronenbaum mehr Platz. In den Jahren ohne Umtopfen können Sie einen Substrataustausch an der Oberfläche vornehmen: Kratzen Sie vorsichtig die obersten Zentimeter des Substrats ab und füllen Sie neue Blumenerde auf.
Ebenso empfehlen wir, Ihren Zitronenbaum am Ende der Überwinterung, zwischen Februar und April, leicht zurückzuschneiden. So erhält er eine schöne, kompakte und ausgewogene Wuchsform. Weitere leichte Rückschnitte im Jahresverlauf sind ebenfalls sinnvoll. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum Rückschnitt von Zitrusfrüchten.
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