6 späte Apfelsorten

6 späte Apfelsorten

Auswahl an Kultur-Äpfeln für Ernte von Oktober bis Dezember und lange Lagerung

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 8. Dezember 2025  durch Marion 5 min.

Tausende Sorten von Äpfeln (Malus domestica) reifen von August bis Dezember. Späte Sorten sind lange lagerfähig. Unsere 6 besten Sorten plus Tipps zu Ernte und Lagerung.

Schwierigkeit

Kultur-Apfel 'Granny Smith': oft in Frankreich angebaut

‘Granny Smith’ liefert die berühmten knackigen, säuerlichen grünen Äpfel. Sie gehört zu den beliebtesten späten Apfelsorten und ist sehr ertragreich.

Die Ernte findet im November statt. Die Äpfel sind recht groß (8 cm Durchmesser), glänzend und von leuchtend grüner Farbe. Ihr festes, saftiges, aber wenig süßes Fruchtfleisch mit angenehm frischem Geschmack passt sowohl zu herzhaften (Salate, Käse, …) als auch zu süßen Zubereitungen (Gebäck, Kompott, …). Natürlich eignet sich der Apfel auch perfekt zum Frischverzehr!

Die gut lagerfähigen Früchte können mehrere Monate aufbewahrt werden, wenn sie kühl und frostfrei lagern.

‘Granny Smith’ ist ein guter Befruchter und fördert den Fruchtansatz anderer Sorten. Da sie jedoch nicht selbstfruchtbar ist, braucht sie andere Apfelbäume, die zur gleichen Zeit (März–April) blühen.

Dieser Apfelbaum ist eher für Regionen südlich der Loire geeignet: Er benötigt im Herbst ausreichend Wärme, damit seine Früchte richtig ausreifen können.

späte Apfelsorten ‘Granny Smith’

Kultur-Apfel 'Belle de Boskoop': große Äpfel, lagerfähig bis März

Der Kultur-Apfel ‚Belle de Boskoop‘ schenkt uns Früchte, die von Ende Oktober bis November geerntet werden. Sie sind lange lagerfähig, manchmal bis zum Frühjahr.

Die großen Äpfel haben eine eher unregelmäßige Form und eine Farbe zwischen Hellgrün und Gelb mit leuchtend roten Flecken. Sie besitzen ein eher körniges, sehr saftiges Fruchtfleisch, das mit der Zeit zunehmend süßer und mürber wird.

‚Belle de Boskoop‘ ist eine wüchsige und ertragreiche Sorte, die zudem wenig anfällig für Krankheiten des Apfelbaums (Rindenkrebs, Schorf) ist. Ihre halb ausladende Wuchsform sorgt für eine gute natürliche Belüftung und begrenzt so die Ausbreitung von Pilzen.

Die leuchtende, üppige weißrosa Blüte erscheint im April und ist unempfindlich gegen Frost. Dieser Kultur-Apfel kann daher in nahezu allen unseren Regionen angebaut werden, benötigt aber unbedingt einen frischen (nie trockenen), besser feuchten Boden.

Da er nicht selbstfruchtbar ist, braucht er mindestens einen weiteren passenden Apfelbaum in der Nähe.

Späte Apfelsorten 'Belle de Boskoop'

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Kultur-Apfel 'Choupette': aromatische Oktoberfrüchte

‘Choupette’ ist eine späte Apfelsorte, deren Ernte im Oktober stattfindet. Ihre rote, ins Violette gehende Färbung mit kleinen weißen Punkten hebt sich von den bei Äpfeln üblichen Farbtönen ab.

Das Fruchtfleisch ist saftig, halb süß, halb säuerlich und dadurch perfekt ausgewogen. Zunächst recht fest, wird es während der Lagerung zarter. Der Apfel eignet sich zum Rohessen ebenso wie zum Kochen und Backen.

Diese pflegeleichte Hybrid-Sorte ist winterhart und zudem krankheitsresistent. Ihre „Eltern“ gelten als wenig anfällig für Schorf und Mehltau, wodurch sich der Behandlungsaufwand verringert.

Dieser elegante Apfelbaum erfreut uns mit einer späten Blüte von April bis Mai. Pflanzen Sie mindestens einen weiteren Apfelbaum mit gleicher Blütezeit daneben, um die Befruchtung sicherzustellen.

Späte Apfelsorte ‘Choupette’

Kultur-Apfel 'Châtaignier': Normannischer Mostapfel

‚Châtaignier‘ ist eine alte Apfelsorte, die besonders in der Normandie angebaut wird. Sie wird dort häufig zur Herstellung von Cidre oder Saft verwendet, eignet sich aber auch als Tafelapfel zum Rohverzehr.

Die Früchte zeigen eine schöne gelbgrüne Färbung, die mehr oder weniger rot gefleckt ist. Sie werden im Spätherbst von November bis Dezember geerntet. Unter guten Bedingungen lassen sie sich problemlos bis zum folgenden Frühjahr lagern.

Bei der Ernte sollten Sie besonders vorsichtig vorgehen, wenn Sie die Früchte lagern möchten: Das sehr zarte Fruchtfleisch und die dünne Schale dieser Äpfel können leicht beschädigt werden. Geschmacklich ist diese süße Frucht weniger säuerlich als andere Sorten.

‚Châtaignier‘ ist ertragreich, winterhart und schorfresistent. Pflanzen Sie diesen Kultur-Apfel auch hier zusammen mit mindestens einem weiteren im April blühenden Kultivar in den Obstgarten.

späte Apfelsorten ‘Châtaignier’

Kultur-Apfel ‘Calville Rouge d'Hiver’: roter Spätapfel

‚Calville Rouge d’Hiver‘ ist ein weiterer alter, spät reifender Kultur-Apfel aus der Normandie. Er trägt bei Reife schöne blutrote Früchte mit rosafarbenem Fruchtfleisch, die wegen dieser Färbung auch „Sanguinole“ genannt werden.

Textur und Geschmack sind fein: Das Fruchtfleisch ist schmelzend und saftig, der Geschmack säuerlich und angenehm süß. Manche entdecken Moschusnoten, andere ein leichtes Himbeeraroma. Am besten roh als Tafelapfel genießen Sie sein volles Aroma. Die Form ist unregelmäßig, rund um das Auge (die dem Stiel entgegengesetzte Unterseite) höckerig.

Obwohl diese Sorte immer seltener angebaut wird, hat sie viele Vorzüge. Bei Reife zwischen Ende November und Anfang Dezember geerntet, lassen sich die Äpfel mehrere Monate lagern. Für die Bestäubung sorgen andere Kultur-Äpfel wie ‘Goldparmäne’ oder ‘Golden Delicious’.

Dieser Kultur-Apfel verträgt zwar Spätfröste, reagiert aber empfindlicher auf sommerliche Hitze. Bauen Sie ihn daher in kühleren, bergigen oder nördlichen Regionen an.

späte Apfelsorten ‘Calville Rouge d'Hiver’

Kultur-Apfel 'Fuji': lange haltbar, in Japan beliebt

Der Kultur-Apfel ‘Fuji’ ist in Japan, seiner Herkunft, sehr beliebt. Er schenkt uns große, über 8 cm dicke, schön runde Äpfel. Sie zeigen eine hübsche rote Färbung auf gelbgrünem Grund und eine glänzende Schale. Geschmacklich begeistert er alle, die Säure nicht mögen: saftig, mild und süß, mit feinen Honignoten. Ein hervorragender Tafelapfel!

Die Blüte beginnt etwa Mitte März, die Ernte erfolgt von Mitte Oktober bis November. ‚Fuji‘ trägt perfekte Lageräpfel, die sich fast 8 Monate halten, wenn sie bei voller Reife geerntet und optimal gelagert werden.

Diese Sorte ist wenig frost- und mehltauempfindlich, aber weniger widerstandsfähig gegen Apfelschorf.

Wie die anderen genannten Spätäpfel ist ‘Fuji’ nicht selbstfruchtbar und benötigt daher einen oder mehrere weitere Apfelbäume zur Bestäubung.

Späte Apfelsorte ‘Fuji’

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Spät reifende Apfelbäume