Die besten Kochapfelsorten

Die besten Kochapfelsorten

Für Kompott, zum Backen, für Tartes und Crumble

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 8. Dezember 2025  durch Ingrid 5 min.

Köstlich und saftig lässt sich der Apfel sowohl roh aus der Hand als auch gekocht genießen. Es gibt zahlreiche leckere Rezepte, die oft von der Großmutter überliefert wurden: für zartschmelzendes Apfelmus, Apfelkuchen und andere Desserts aus unserer Kindheit. Unter den verschiedenen Apfelsorten unterscheidet man hauptsächlich drei Gruppen: Backäpfel, Tafeläpfel und Mostäpfel. Doch wie behält man den Überblick? Entdecken Sie unsere Auswahl der besten Apfelsorten zum Backen.

 

Sorte Backapfel Tarte / Crumble Apfelmus Hinweise
Reinette grise du Canada ✅ Hervorragend zum Backen ✅ Gut für Tarte Tatin ✅ Zartschmelzend, sehr aromatisch Ideal für lange Garzeiten
Belle de Boskoop ✅ Sehr vielseitig ✅ Behält die Form ✅ Sehr gut Säuerlich, entwickelt ihr Aroma gut
Jonagold ❌ Kaum im Ganzen verwendet ✅ Behält die Form ✅ Mild, zartschmelzend Relativ saftig
Goldparmäne ❌ Zu empfindlich ✅ Tarte Tatin ✅ Zartschmelzend, aromatisch Ideal für Apfelmus und Gebäck
Chantecler (Belchard) ✅ Gut zum Garen im Ganzen ✅ Behält die Form ✅ Mild, ausgewogen Sehr aromatisch
Rambour d’Hiver ✅ Gut zum Backen ❌ Kaum für Tarte verwendet ✅ Winterhart, wenig saftig Alte Sorte
Ariane ✅ Gut zum Backen ✅ Sehr formstabil ❌ Zu fest Wenig zartschmelzend
Elstar ❌ Zu empfindlich zum Backen ✅ Gut für Tarte ✅ Bei niedriger Hitze Aromatisch, kurze Garzeit
Court-pendu ❌ Wenig zum Garen im Ganzen geeignet ✅ Gut für lange Garzeiten ❌ Dichtes, wenig zartschmelzendes Fruchtfleisch Alt, sehr süß
Royal Gala ❌ Zu süß zum Backen ✅ Behält die Form ❌ Wenig zartschmelzend Nur roh oder als Tarte
Fuji ✅ Für sanftes Garen geeignet ✅ Behält die Form ❌ Zu saftig Sehr süß, Vorsicht vor zu viel Saft
Golden delicious ✅ Gut im Ganzen ✅ Sehr formstabil ✅ Süß, zartschmelzend Hervorragend vielseitig
Schwierigkeit

Warum sind manche Äpfel besser zum Kochen geeignet?

Äpfel reagieren beim Kochen nicht alle gleich. Hitzebeständigkeit, Zucker- und Säuregehalt sowie Fruchtfleisch beeinflussen das Ergebnis in der Küche.

Einige Sorten wie ‚Reinette grise du Canada‘ oder ‚Belle de Boskoop‘ sind vielseitig: Sie werden weich und entfalten beim Garen ihr volles Aroma – ideal für cremiges Apfelmus, saftige Tartes oder traditionelle Desserts.

Andere wie ‚Golden delicious‘ oder ‚Fuji‘ behalten auch im Ofen oder Topf ihr festes Fruchtfleisch. Diese Bratäpfel eignen sich perfekt für formstabile Tartes, Obstkuchen oder herzhafte Rezepte.

Die Wahl hängt also von der gewünschten Konsistenz nach dem Garen und von der Art des Rezepts ab. Ein zu wässriger oder süßer Apfel kann zerfallen oder zu schnell karamellisieren, während ein zu saurer Apfel andere Aromen überdeckt.

Entdecken Sie auch alle Kultur-Apfel-Sorten.

Desserts und Apfelkuchen

Links: Im Ofen gebackene, karamellisierte Äpfel; rechts: Apfel-Zimt-Tarte

Welche Äpfel zum Backen? Sorten für Kuchen & Crumble?

Beste Apfelsorten zum Backen

Für köstliche Bratäpfel, die weich und aromatisch werden, wählt man am besten Äpfel, die beim Backen ihre Form behalten und im Inneren weich werden, ohne zu zerfallen. Diese Backäpfel sollten außerdem eine schöne Schale behalten und ein ausgewogenes Verhältnis von Süße und Säure bieten, das sich mit Gewürzen oder Trockenfrüchten verfeinern lässt.

Die ‚Reinette grise du Canada‘ gehört zu den besten Sorten für Bratäpfel: Ihr zunächst festes Fruchtfleisch wird beim Backen weich, behält aber seine Struktur. Ihr fein säuerlicher Geschmack erinnert an Desserts aus früheren Zeiten.

die besten Backäpfel

Äpfel der Sorte ‚Reinette grise du Canada‘ eignen sich perfekt für Bratäpfel.

Auch ‚Belle de Boskoop‘ ist säuerlicher und ideal geeignet. Ihr saftiges Fruchtfleisch entwickelt beim Backen ein intensives Aroma und eine schöne Cremigkeit.

Auch Chantecler (auch ‚Belchard‘) ist erwähnenswert. Die aromatische Sorte behält ihre Form und ergibt weiche Bratäpfel, die beim Kauen noch leicht bissfest bleiben.

‚Rambour d’Hiver‘ ist winterhärter, behält ihre Form und ihr üppiges Volumen – ideal zum langsamen Backen im Ofen.

Backapfel und Kompott

Der Apfel ‘Rambour d’hiver’ eignet sich hervorragend als Most- und Backapfel.

Beste Apfelsorten für Tarte und Crumble

Für formschöne Apfeltartes und köstliche Crumbles bevorzugt man Äpfel, die beim Backen fest bleiben und nicht zu viel Saft abgeben. Sie sollten außerdem aromatisch sein und ein ausgewogenes Aroma haben, damit nicht zu viel Zucker nötig ist.

‚Golden Delicious‘ ist ein Klassiker: Sie bleibt fest, wird weich, zerfällt nicht und ist perfekt für dünne Tarte, Tarte Tatin und Crumble.

Backäpfel

Golden: ein feiner, saftiger Apfel mit süßem, wenig säuerlichem Geschmack.

Apfel ‚Fuji‘ ist sehr saftig, süß und knackig und hält dem Backen gut stand, kann aber etwas mehr Saft abgeben – perfekt für Crumbles.

Apfel ‚Royal Gala‘ ist mild und knackig, behält im Ofen gut seine Form und bewahrt dabei eine gewisse Frische im Geschmack.

Court-pendu‘ ist eine alte Sorte mit sehr süßem Geschmack und eignet sich für lange Backzeiten in rustikaler Tarte.

Apfel ‚Ariane‘ mit knackigem, säuerlichem Fruchtfleisch ergibt sehr gute Crumbles, besonders in Kombination mit Birnen oder Beeren.

Apfel ‚Jonagold‘ ist leicht säuerlich und saftig und verleiht Gebäck und Tarte eine interessante fruchtige Note.

Backapfel

Äpfel der Sorte ‚Jonaglod‘ gehören zu den besten für Kompott, Gelees, Kuchen und sogar herzhafte Gerichte.

Zuletzt eignet sich Goldparmäne‘ mit ihrem Haselnussaroma perfekt für eine cremige Tarte Tatin.

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Welche Apfelsorten für Apfelmus?

Selbstgemachtes Apfelmus gelingt am besten mit Äpfeln, die beim Kochen sehr weich werden, ohne zu wässrig zu sein. Ideal sind aromatische, geschmackvolle Sorten, die zunächst fest bleiben und rasch zerfallen.

Der Belle de Boskoop‘ ist dafür ein Klassiker. Er ergibt ein dickes, säuerliches und aromatisches Apfelmus.

Die ‚Goldparmäne‘ eignet sich ebenfalls sehr gut: Ihr zunächst feines, knackiges Fruchtfleisch wird beim Kochen weich und entfaltet Haselnussnoten.

Äpfel der Goldparmäne am Baum

Der Apfel ‚Goldparmäne‘ mit Haselnussaroma

Der ‚Jonagold‘ ergibt ein milderes Apfelmus, leicht süß und bei Kindern beliebt. Außerdem eignet er sich gut zum Backen von Kuchen.

Auch der ‚Belchard‘ ist vielseitig und ergibt ausgewogenes Apfelmus, weder zu sauer noch zu süß, mit feinem Geschmack.

Die ‚Elstar‘, eine weitere Kochapfelsorte, bleibt beim Garen eher fest und sorgt für besonders aromatisches Apfelmus, wenn sie langsam köchelt.

Kochapfel

Der Apfel ‘Elstar’: als Apfelmus genauso gut wie zum Frischessen.

Für Liebhaber kräftigerem und stückigerem Apfelmus bleibt der ‚Rambour d’Hiver‘ eine gute Wahl, ebenso wie die Reinette grise du Canada‘, die Apfelmus und -püree mehr Fülle und Tiefe verleiht.

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Kochäpfel Belle de Boskoop