Fruchtgemüse: 7 unverzichtbare Sorten
Die besten Fruchtgemüse fürs Gemüsebeet
Inhaltsverzeichnis
Fruchtgemüse sind botanisch Früchte krautiger Pflanzen. Tomate, Aubergine, Paprika, Gurke, Bohne, Zucchini und Kürbis: 7 Sorten, meist herzhaft zubereitet.
Tomate: Star unter den Sommerfrüchten im Gemüsebeet
Die Tomate, Solanum lycopersicum, ist eine krautige Liane aus der Familie der Nachtschattengewächse. Je nach Sorte haben die Früchte der Tomate sehr unterschiedliche Formen, Farben und Größen. Ihr Geschmack, ihr Nährwert und ihr dekorativer Wert machen die Tomate zu einem der beliebtesten Fruchtgemüse in unseren Gärten und auf unseren Tellern. Sie lässt sich ebenso auf dem Balkon wie im Gemüsegarten anbauen und roh oder gekocht verzehren.

© Hans Ripa – Unsplash
Anbau im Gemüsegarten
Dieses Fruchtgemüse bevorzugt nährstoffreiche, drainierende Böden, kommt aber auch mit normaler Gartenerde zurecht. Tomaten brauchen jedoch viel Sonne und Wärme, um Früchte zu bilden. Man sät sie im März warm aus (bei 16 bis 20 °C) und pflanzt sie in den Garten, sobald keine Frostgefahr mehr besteht (etwa Mitte Mai). Tomaten benötigen außerdem regelmäßige Wassergaben mit zimmerwarmem Wasser, wobei das Laub nicht nass werden sollte, um Pilzkrankheiten wie Krautfäule zu vermeiden. Je nach Sorte, die früh oder spät reifen kann, werden Tomaten 50 bis 100 Tage nach der Pflanzung geerntet.
Welche Sorte wählen?
Es gibt viele interessante Tomatensorten für den Anbau im Gemüsegarten.
- Zu den frühen Tomaten gehören beispielsweise die Reine des Hâtives, eine sehr frühe und ertragreiche alte Tomate, die Gold Nugget, eine Kirschtomate mit kleinen, goldgelben bis safranfarbenen Früchten, sowie die Fandango F1, eine sehr frühe Sorte mit hervorragendem Geschmack.
- Bei den mittelfrühen Sorten können Sie die Green Zebra mit anisgrüner, gelb geäderter Epidermis probieren, die viel gerühmte Noire de Crimée mit mildem Geschmack und braunrotem Fruchtfleisch oder die Rose de Berne, die ihren geringen Ertrag durch ihr außergewöhnliches Aroma ausgleicht.
- Zu den späten Sorten gehören beispielsweise die Purple Calabash, eine ertragreiche Sorte mit schönen gerippten Früchten, die Madagascar, eine madagassische Kirschtomate mit zweifarbigen, rosa bis gelben Früchten, sowie die Ananas-Tomate, eine alte amerikanische Sorte mit großen, orange-gelb panaschierten Früchten.
Aubergine: typisches Fruchtgemüse des Mittelmeers
Die Aubergine, Solanum melongena, ist ein Fruchtgemüse aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie bildet fleischige Früchte mit feinem Geschmack, die meist dunkelviolett gefärbt sind. Einige Sorten tragen jedoch weiße, panaschierte, rosafarbene, grüne oder sogar schwarze Früchte. Je nach Sorte kann die Aubergine eiförmig, länglich oder kugelförmig sein. Dieses Fruchtgemüse ist in der mediterranen Küche sehr beliebt, zumal die Aubergine reich an Ballaststoffen und B-Vitaminen ist.

Anbau im Gemüsegarten
Die Aubergine ist eine relativ pflegeleichte Pflanze, benötigt jedoch viel Wärme und Licht. Dieses Fruchtgemüse braucht viel Wasser, um fleischige Früchte zu bilden. Auberginenpflanzen brauchen wenig Platz und können daher sowohl im Gemüsegarten als auch auf sehr sonnigen Balkonen und Terrassen kultiviert werden. Die Aussaat erfolgt von Februar bis Mai unter Schutz, die Ernte von Juli bis Oktober. Auberginen werden nach den letzten Frösten ins Freiland gepflanzt, in einen gut aufgewärmten, nährstoffreichen und lockeren Boden an einem warmen, gut geschützten Standort. Anschließend sind regelmäßiges Jäten, Hacken und Gießen erforderlich.
Welche Sorte wählen?
- Zu den beliebtesten Auberginensorten zählt die Aubergine de Barbentane, eine frühe Sorte mit langen, dunkelvioletten Früchten und festem, aromatischem Fruchtfleisch, sowie Rania F1 mit violetter, cremeweiß gestreifter Schale und zartem, schmelzendem Fruchtfleisch.
- Unter den ausgefalleneren Sorten findet sich beispielsweise Clara F1, ein Hybrid mit weißen Früchten und feinem Geschmack, oder Rotonda Bianca Sfumata Di Rosa, eine winterharte italienische Sorte mit runden Früchten und weißer, lavendelrosa getönter Schale.
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Zucchini, beliebtes Fruchtgemüse der Mittelmeerküche
Die Zucchini, Cucurbita pepo, gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Sie bildet eine Frucht, die jung und zart geerntet und als Gemüse verzehrt wird. Die Frucht der Zucchini ist meist zylindrisch, manchmal kugelförmig. Dieses sommerliche Fruchtgemüse ist in der mediterranen Küche sehr beliebt. Auch die männlichen Blüten sind essbar und werden meist zu Beignets verarbeitet. Kalorienarm ist die Zucchini reich an Provitamin A, B-Vitaminen und Mineralstoffen.

Anbau im Gemüsegarten
Die Zucchini ist ein leicht anzubauendes Fruchtgemüse, auch für Gartenanfänger. Sie wächst in voller Sonne auf lockerem, nährstoffreichem, tiefgründigem Boden, der an der Oberfläche frisch bleibt. Eine sommerliche Mulchschicht tut ihr sehr gut. Zucchini werden im Frühjahr an einem warmen Ort ausgesät (Mitte Mai bis Mitte Juli) oder nach den letzten Frösten direkt ins Freiland gesät (Mitte Mai bis Mitte Juli). Die Pflanzung erfolgt ab Mai, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Welche Sorte wählen?
- Zu den zahlreichen zylindrischen Zucchini zählen Alberello di Sarzana, eine frühe, winterharte und ertragreiche italienische Zucchini mit langen, hellgrün gerippten Früchten. Die rankenlose Sorte Gold Rush bildet dagegen längliche, goldgelbe Früchte mit hellem, aromatischem Fruchtfleisch.
- Unter den runden Zucchini findet sich zum Beispiel die Zucchini de Nice mit runden, grünen, gesprenkelten Früchten. Die gelbe Zucchini One Ball ist eine frühe, remontierende F1-Hybride mit kleinen, runden, goldgelben Früchten.
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Auberginen, Paprika und Chilis säen: Wann und wie?Paprika, sonniges Fruchtgemüse aus den Tropen
Die Paprika, Capsicum annuum, ist ein Spanisch Chili-Pfeffer aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie bildet große, hohle Früchte, meist von kubischer Form und grüner, gelber oder roter Farbe. Dieses Fruchtgemüse tropischen Ursprungs ist sehr reich an Vitamin C und Provitamin A. Man verzehrt sie als Gemüse, roh im Salat oder gegart, gegrillt, gefüllt oder kandiert. Die Paprika ist in der südeuropäischen Küche sehr beliebt und gehört zu den wichtigsten Gemüsesorten in unseren Sommergärten.

Anbau im Gemüsegarten
Ursprünglich aus Südamerika stammend, braucht die Paprika Wärme und Licht, um gut zu gedeihen. Sie wird in nährstoffreichem, drainierendem Boden angebaut, an einem sonnigen, vor kalten Winden geschützten Standort. Die Paprika wird im März ausgesät und bei 25 °C unter beheiztem Schutz vorgezogen. Die Pflanzung im Garten erfolgt, sobald keine Frostgefahr mehr besteht (Mitte Mai bis Juni). Ein Stützstab ist nicht unbedingt nötig, außer an einem windigen Standort. Unkrautjäten, Hacken und gelegentliches Gießen sind ebenfalls einzuplanen.
Welche Sorte wählen?
- Zu den klassischen Paprikasorten gehört Marconi Rosso, eine frühe Sorte mit langen Früchten, deren mildes Fruchtfleisch sich von Grün zu Rot verfärbt.
- Etwas außergewöhnlicher ist die Paprika Sweet Banana, eine ertragreiche Sorte mit länglichen Früchten, die sich von Gelb über Orange zu Rot verfärben.
- Bei den kleinfrüchtigen Paprikasorten ist Cuneo Jaune mit quadratischen Früchten und dickem, aromatischem Fruchtfleisch zu nennen, ebenso die Mini-Paprika Chocolate Bell NT, eine Sorte mit kleinen braunen Früchten und süßem, fruchtigem Fruchtfleisch.
Die Gurke: erfrischendes Fruchtgemüse
Die Gurke, Cucumis sativus, gehört zu den Kürbisgewächsen. Sie bildet eine für ihren erfrischenden Geschmack geschätzte Frucht. Dieses wasserreiche, durstlöschende Fruchtgemüse wird in den Mittelmeerregionen häufig angebaut. Man verzehrt sie roh im Salat oder in kalten Suppen. Die Gurke ist kalorienarm, aber sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Außerdem gilt sie als starkes Antioxidans.

Anbau im Gemüsegarten
Für ein gutes Wachstum braucht die Gurke einen sonnigen Standort und reichlich Wasser. Als Starkzehrer wächst sie in nährstoffreicher, lockerer Erde, die mit reifem Kompost angereichert ist. Einige Jätgänge und eine dicke Mulchschicht sind notwendig. Gurken sät man unter Wärme zwischen April und Mitte Mai aus. Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, können sie direkt ins Freiland gesät werden (von Mitte Mai bis Juni). Auch die Pflanzung erfolgt frostfrei, meist ab Mitte Mai.
Welche Sorte wählen?
- Zu den frühen Sorten gehört die ertragreiche Gurke Carmen mit langen Früchten.
- Alte Gurkensorten umfassen hochwertige Sorten wie Le Généreux, winterhart, mild und bitterfrei, oder Long Anglais mit dornigen Früchten und festem, knackigem Fruchtfleisch.
Kürbis, das Star-Fruchtgemüse im Herbst
Der Kürbis, auch als Gartenkürbis und Speisekürbis bezeichnet, ist ein Fruchtgemüse aus der großen Familie der Kürbisgewächse. Er bildet große, kompakte Früchte, die im Herbst und den ganzen Winter über verzehrt werden. Kürbisse umfassen mehrere Arten, darunter Cucurbita pepo, Cucurbita moschata und Cucurbita argyrosperma. Je nach Art nimmt der Kürbis viele Formen und Farben an (grün, rot, gelb, schwarz) und kann glatt, gerippt oder sogar warzenförmig sein. Kürbis ist Bestandteil zahlreicher herzhafter und süßer Rezepte.

Anbau im Gemüsegarten
Alle Kürbisse gedeihen an einem sonnigen Standort. Als Starkzehrer bevorzugen sie nährstoffreiche, lockere, tiefgründige und frische Böden. Kürbispflanzen sollten im Hochsommer gemulcht werden, damit die Bodenfeuchtigkeit erhalten bleibt. Unkrautjäten und Hacken sind zu Beginn der Kultur erforderlich. Die Aussaat der Kürbisse erfolgt warm zwischen Mitte April und Mitte Mai. Die Pflanzung erfolgt ab Mai, außerhalb von Frostperioden.
Welche Sorte wählen?
- Zu den Cucurbita pepo gehört der weiße Üfo-Kürbis, eine alte, sternförmige Sorte mit dem Geschmack von Artischockenherzen.
- Zu den Cucurbita moschata gehört der Butternut Waltham mit keulenförmiger Frucht und zartem Haselnussgeschmack.
- Zu den Cucurbita maxima gehört der gelbe Riesen-Kürbis Gros de Paris, eine kräftige Sorte mit sehr großen Früchten und zartem, süßem Fruchtfleisch.
Bohne: weltweit bekanntes Fruchtgemüse
Die Bohne, Phaseolus vulgaris, ist eine Zwergpflanze oder eine Liane aus der Familie der Fabaceae. Sie wird wegen ihrer unreifen Schoten angebaut (bei grünen Bohnen) oder wegen ihrer Samen (bei Garten-Bohnen). Bohnen sind reich an Vitaminen und Spurenelementen sowie an pflanzlichem Eiweiß, besonders Trockenbohnen. Dieses Fruchtgemüse mit Schoten ist in der Küche zahlreicher Regionen der Welt verbreitet.

Anbau im Gemüsegarten
Bohnen benötigen viel Wärme und Sonne für ihre Entwicklung, sind aber sehr leicht zu kultivieren. Sie sind anspruchslos und gedeihen auf allen Bodenarten, bevorzugen jedoch leichte, frische und wenig kalkhaltige Böden. Die Bohnenpflanzen müssen angehäufelt werden; sobald sie gut entwickelt sind, kann der Boden gemulcht werden. Die Aussaat der Bohnen erfolgt direkt an Ort und Stelle ab April im Süden Frankreichs und von Mitte Mai bis Mitte August in den übrigen Regionen, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind.
Welche Sorte wählen?
- Bei den Zwergbohnen als Filet- und Prinzessbohnen ist die Zwergbohne Aiguillon mit hohem Ertrag zu nennen, ebenso die Purple Queen mit violetten Hülsen und ausgezeichnetem Ertrag.
- Bei den Zwergbohnen zum Auskernen findet sich die Garten-Bohne Flageolet Blanc de Flandres, eine alte Sorte mit schönen weißen, nierenförmigen und flachen Samen, sowie die Canadian Wonder mit dunkel-burgunderfarbenen Samen.
- Bei den Stangenbohnen als Filet- und Prinzessbohnen entdecken Sie die Prinzessbohne Goldmarie mit blonden, flachen und breiten Hülsen.
- Bei den Stangenbohnen zum Auskernen ist schließlich die Soissons gros blanc zu nennen, die für ihre weißen, flachen Samen mit sehr feiner Epidermis bekannt ist.
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