Süßer oder säuerlicher Apfel?
Kultur-Apfel nach Fruchtgeschmack wählen
Inhaltsverzeichnis
Viele Sorten und Wuchsformen erschweren die Wahl eines Kultur-Apfels. Entscheidend: saftig-süße Äpfel, festes Fruchtfleisch oder ausgewogene Säure.
Die besten süßen Apfelsorten
Obwohl der Apfel zu den süßesten Früchten zählt (er enthält 10 bis 15 % Kohlenhydrate, vor allem Fruktose), sind nicht alle Äpfel gleich süß! Einige weisen einen höheren Zuckergehalt auf und schmecken dadurch besonders angenehm.
Hier eine Auswahl an Apfelbäumen, die für den besonders süßen Geschmack ihrer Früchte bekannt sind:
‘Fuji’ mit großen, rot überhauchten grünen Früchten
Die 1939 in Japan gezüchtete Apfelsorte ‘Fuji’ bildet große, rot überhauchte grüne Früchte mit festem, knackigem, recht saftigem und besonders mildem Fruchtfleisch. Die Äpfel sind gut lagerfähig und werden von Mitte Oktober bis Ende November geerntet.
Der Apfelbaum ist recht anfällig für Schorf und Rost, aber resistent gegen Mehltau und frosthart. Da er nicht selbstfruchtbar ist, wird er unter anderem von ‘Golden Delicious’ bestäubt.
‘Gala’ und ‘Royal Gala’, unverzichtbare Sorten
Die Apfelbäume ‘Gala’ und ‘Royal Gala’ tragen rot und gelb gestreifte Äpfel mit festem, eher knackigem, mildem und sehr aromatischem Fruchtfleisch. Sie werden oft als Tafeläpfel gegessen. Ihr Geschmack macht sie zu einer der beliebtesten Apfelsorten Frankreichs – roh oder gekocht.
Die mittelgroßen Früchte reifen im September und sind mehrere Wochen lagerfähig.
Die selbststerilen Sorten ‘Gala’ und ‘Royal Gala’ benötigen andere Apfelbäume wie ‘Elstar’, eine weitere süße Apfelsorte, oder ‘Golden Delicious’ zur Befruchtung.

Die Sorten ‘Fuji’, ‘Gala’, ‘Jubilé’®, ‘Jonagold’, ‘Harmonie’® und ‘Rambour d’hiver’ tragen süße Äpfel
‘Jubilé’®, der Apfel für Süßmäuler
Die Sorte ‘Jubilé’® bildet Äpfel mit besonders beliebtem, feinem und knackigem Fruchtfleisch sowie süßem, saftigem Geschmack. Die Früchte sind zart rot und gelb gefärbt.
Die köstlichen Äpfel werden im Oktober geerntet und können bis Februar verzehrt werden.
Der Baum wächst kräftig, ist wenig krankheitsanfällig und sehr winterhart, kann aber alternieren, also nur jedes zweite Jahr Früchte tragen. Außerdem ist er selbststeril und muss in der Nähe bestäubender Sorten wie ‘Reine des Reinettes’ gepflanzt werden.
‘Jonagold’, der große grün-gelbe Apfel mit roten Streifen
Die Sorte ‘Jonagold’ zeichnet sich durch große Äpfel mit grün-gelber, rot gestreifter Schale aus. Das Fruchtfleisch ist gelb, eher knackig und saftig sowie besonders süß. Der ausgezeichnete Tafelapfel eignet sich auch zum Backen und für Kuchen.
Die Früchte reifen im Laufe des Oktobers. Kühl gelagert sind sie bis Januar haltbar. Der Apfelbaum ist sehr kräftig wachsend, ertragreich und sehr winterhart.
Die selbststerile Sorte kann zur besseren Bestäubung mit ‘Melrose’ oder ‘Reine des Reinettes’ kombiniert werden.
‘Harmonie’®, ein Apfel mit festem Fruchtfleisch
‘Harmonie’® ist eine Züchtung von Delbard und trägt schöne rote Äpfel mit goldgelbem Grund und festem, saftigem, süßem Fruchtfleisch. Die Äpfel können roh oder gekocht, als Kompott oder zum Backen verwendet werden.
Der Baum wächst kräftig und trägt ab Mitte Oktober reichlich. Die Äpfel sind bis Mitte Februar lagerfähig. Die Sorte ist krankheitsresistent, bis – 20 °C winterhart, aber selbststeril. Für die Bestäubung sorgt die Sorte ‘Jubilé’.
‘Rambour d’hiver’, eine alte Sorte mit großen gelbgrünen Früchten
‘Rambour d’hiver’ ist eine alte Sorte mit großen gelbgrünen, auf der Sonnenseite rot gestreiften Früchten. Sie eignet sich hervorragend zum Kochen, für Säfte und zum Backen. Das Fruchtfleisch ist weißgrün und recht knackig.
Die Ernte erfolgt im Oktober; die Äpfel sind bis Januar lagerfähig.
Diese alte Sorte ist sehr krankheitsresistent, aber nicht selbstfruchtbar. Sie muss daher mit einer im April blühenden Sorte wie ‘Reine des Reinettes’ kombiniert werden.
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Kultur-Apfel: Pflanzen, Rückschnitt und PflegeWichtige säuerliche Apfelsorten
Manche Äpfel schmecken säuerlicher und mehr oder weniger fruchtig. Beim Hineinbeißen vermitteln sie ein frisches Gefühl.
‘Granny Smith’: der grüne Apfel mit säuerlichem Geschmack
Der ‘Granny Smith’ ist mit seiner glänzend grünen Schale unverkennbar. Sein weißes Fruchtfleisch ist knackig, sehr erfrischend und saftig. Der ausgezeichnete Tafelapfel eignet sich auch für Salate.
Diese späte Sorte reift im Januar und wird daher für Regionen südlich der Loire empfohlen.
Sie ist selbststeril, aber ein guter Befruchter. Als Partner eignen sich ‘Melrose’ oder ‘Idared’.
‘Belle de Boskoop’ mit graugrüner Schale
‘Belle de Boskoop’ ist ein aus den Niederlanden stammender Apfel mit graugrüner, teils rot gefleckter Schale und säuerlichem bis saurem Fruchtfleisch. Er eignet sich als Tafelapfel und für Saft, schmeckt gebacken in Kuchen oder im Ofen jedoch besser. Das Fruchtfleisch ist sehr knackig, leicht körnig und saftig.
Diese sehr winterharte Sorte eignet sich auch für Berglagen und reift von Oktober bis November. Sie ist sehr widerstandsfähig gegen Rindenkrebs und Schorf.
Nicht selbstfruchtbare Sorte, die sich mit ‘Goldparmäne’ kombinieren lässt.

Die Sorten ‘Granny Smith’, ‘Belle de Boskoop’, ‘Reinette grise du Canada’ und ‘Transparente de Croncels’ schmecken säuerlich
‘Reinette grise du Canada’ mit großen, flachen Äpfeln
‘Reinette grise du Canada’ bildet große, flache Früchte mit rostgrauer Schale und feinem, zart schmelzendem, saftigem Fruchtfleisch. Die Äpfel schmecken roh als Tafelobst oder gebacken ausgezeichnet.
Diese alte, wüchsige Sorte mit ausgebreiteter Wuchsform gedeiht auch in Höhenlagen. Die Äpfel reifen zwischen November und Januar.
Selbstfruchtbare Sorte; für einen besseren Fruchtansatz sollte ‘Reinette grise du Canada’ neben einer anderen Sorte gepflanzt werden.
‘Transparente de Croncels’ mit schönen hellgelben Äpfeln
‘Transparente de Croncels’ ist ein ausgezeichneter Apfel mit großen Früchten und feinem, zartem, saftigem Fruchtfleisch von säuerlichem Geschmack. Die Früchte duften frisch nach Mandel und Haselnuss. Bei Vollreife wird das Fruchtfleisch mehlig. Ideal für Gebäck, Kompott und Gelee.
Diese sehr frühe Sorte trägt bereits ab Ende August. Sie ist zudem sehr winterhart. Als selbststerile Sorte braucht sie eine Befruchtersorte wie ‘Goldparmäne’.
‘Jacques Lebel’ mit großen, ungleichmäßigen Früchten
‘Jacques Lebel’ bildet große, ungleichmäßige, goldgelbe Früchte mit rosa bis roten Streifen. Ihr Fruchtfleisch ist säuerlich und fein, mäßig knackig und eignet sich hervorragend für Kompott, Kuchen oder Saft.
Diese wüchsige, mittelfrühe Sorte entwickelt sich stark. Die Ernte beginnt Anfang September; die Früchte sind bis Dezember lagerfähig.
Auch sie ist selbststeril und sollte mit Sorten wie ‘Goldparmäne’ oder ‘Transparente de Croncels’ kombiniert werden.
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Ausgewogene Apfelsorten
Einige andere Apfelsorten bieten ausgewogene Aromen zwischen Süße und Säure. Sie enthalten viel Fruktose, schmecken aber leicht säuerlich.
‘Ariane’®, der neue Apfel mit rot-gelb marmorierten Früchten
Diese 1979 vom INRA gezüchtete Apfelsorte hat festes, knackiges, süß-säuerliches Fruchtfleisch. Die Früchte tragen eine glänzend rote, gelb marmorierte Schale. Sie eignet sich sehr gut zum Backen und ist daher ideal für Kuchen.
‘Ariane’® ist eine schorfresistente, ertragreiche Sorte. Die Früchte werden im September und Oktober geerntet und sind bis zu 7 Monate lagerfähig.
Sie ist selbststeril und sollte mit ‘Royal Gala’ oder ‘Goldparmäne’ kombiniert werden.
‘Braeburn’, ein köstlicher Apfel zum Rohessen und Kochen
‘Braeburn’ trägt knackige, saftige Früchte mit gelblich-grüner, ziegelrot gestreifter Schale. Der köstliche Tafelapfel eignet sich auch zum Kochen.
Diese Sorte bevorzugt Regionen mit mildem Klima. Die Ernte beginnt Ende Oktober, die Äpfel sind bis April lagerfähig.
Die Sorte ist selbstfruchtbar und ertragreich, aber krankheitsanfällig.

Die Sorten ‘Ariane’®, ‘Braeburn’ und ‘Goldparmäne’ bieten süß-säuerliche Aromen
‘Reinette de France’ mit gelbem Fruchtfleisch
‘Reinette de France’ ist eine Sorte mit zuckerreichen, fein säuerlichen Äpfeln. Die raue Schale ist gelblich-grau und auf der Sonnenseite rot marmoriert. Das Fruchtfleisch ist weiß bis gelblich. Die Früchte eignen sich für Kuchen, Kompott und Pfannengerichte sowie als Beilage zu herzhaften Speisen.
Die Ernte erfolgt im Oktober; die Früchte sind bis zum Ende des Winters genießbar.
Die wenig schorfanfällige Sorte ist jedoch schwachwüchsig und nicht selbstfruchtbar.
‘Goldparmäne’ mit besonders aromatischen Früchten
‘Goldparmäne’ trägt mittelgroße Früchte mit gelb-orangefarbener, senkrecht rot gestreifter Schale. Das Fruchtfleisch ist cremefarben, knackig und sehr aromatisch. Der hervorragende Tafelapfel eignet sich auch für Kuchen.
Diese Sorte ist sehr widerstandsfähig gegen Spätfröste und kann in höheren Lagen gepflanzt werden. Sie ist für ihre gute Befruchtereignung bekannt.
Die Ernte beginnt Anfang September, die Früchte sind bis März lagerfähig.
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